Im Januar deutlich mehr Arbeitslose

Darmstadt-Dieburg - Quote im Raum Dieburg liegt bei 6,2 Prozent

(st) Die Konjunkturkrise macht sich nun auch am südhessischen Arbeitsmarkt bemerkbar. Sie sorgte neben den üblichen saisonalen Aspekten dafür, dass die Arbeitslosigkeit im Januar stieg.

Aktuell waren im Januar im Bezirk der Agentur für Arbeit Darmstadt mit seinen sieben Geschäftsstellen 32 771 Menschen arbeitslos gemeldet, 2 514 mehr als im Dezember, aber immer noch 1 696 weniger als im Jahr 2008. Die Quote betrug im Januar 6,1 Prozent. Im Vorjahr lag diese noch bei 6,4.

Im Bereich der Geschäftsstelle Dieburg liegt die Quote mit 6,2 Prozent leicht über dem Durchschnitt. Von Dezember auf Januar ist die Zahl der Erwerbslosen um 422 auf 4 131 Personen gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 78 Arbeitslose mehr (6,0 Prozent). Im Januar waren dort 283 Stellenangebote registriert, gegenüber Dezember ist das ein Rückgang von 16. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 98 Stellen weniger.

„Es ist aus mit der Ruhe vor dem Sturm. Die Turbulenzen auf dem internationalen Finanzmarkt und deren Konsequenzen für die konjunkturelle Entwicklung sind in Südhessen angekommen“, so Birgit Förster, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Darmstadt. Überwiegend betroffen sind Automobilzulieferer, Teile der chemischen Industrie und exportorientierte Betriebe aus den Branchen Maschinenbau und Elektrotechnik. Die meisten hatten zeitlich befristete Arbeitsverträge, die nicht mehr verlängert werden. Förster appelliert an Betriebe, die Möglichkeit der Kurzarbeit zu nutzen und auf Entlassungen zu verzichten.

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