Kino siegt über Hitler

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Quentin Tarantino beendet das NS-Regime. Adolf Hitler, Joseph Goebbels und Martin Bormann sterben bei der Premiere eines Propagandafilms in einem Inferno aus brennendem Zelluloid.

Cannes - Quentin Tarantino beendet das NS-Regime. Adolf Hitler, Joseph Goebbels und Martin Bormann sterben bei der Premiere eines Propagandafilms in einem Inferno aus brennendem Zelluloid. Mit „Inglourious Basterds“ habe er sich einen lang gehegten Traum erfüllt.

Tarantino sagte beim Filmfestival in Cannes : „Die Macht des Kinos besiegt das Dritte Reich.“ Doch mit der Größe von Tarantinos Vision kann der Film nicht ganz mithalten. „Inglourious Basterds“ ist eine unterhaltsame Widerstands-Farce, die großartig im Stil eines Italo-Westerns beginnt, in der Mitte trotz vieler Bluttaten etwas durchhängt und sich zum Finale nach zweieinhalb Stunden noch einmal richtig ins Zeug legt.

Etliche deutschsprachige Schauspieler – Christoph Waltz, Diane Kruger, Daniel Brühl, August Diehl, Til Schweiger, Martin Wuttke und Sylvester Groth – beherrschen neben Brad Pitt die Leinwand. Die Dreharbeiten fanden überwiegend im Studio Babelsberg statt, aus dem Deutschen Filmförderfonds flossen 6,8 Millionen Euro in die 48 Millionen Euro teure Produktion. Der Film hat zwei Handlungsstränge: Da ist ein Trupp amerikanisch-jüdischer Soldaten, geführt von Brad Pitt, die mit dem einzigen Ziel agieren, Nazis zu töten und deren Skalps zu sammeln. Auf der anderen Seite steht ein junger deutscher „Kriegsheld“ (Daniel Brühl) im besetzten Paris, der sich in eine hübsche Kinobesitzerin verliebt.

Ein Propagandafilm über seine Großtaten soll in ihrem Kino Premiere haben. Keiner ahnt, dass die junge Frau Jüdin ist und ihre Familie getötet wurde. Auch sie plant am Premierenabend ein Attentat. Zusammengehalten wird diese Konstruktion durch die Leistung von Christoph Waltz als SS-Oberst Hans Landa, ein höchst gefährlicher Mann mit perfekten Manieren. Waltz (52) empfiehlt sich mit seiner ersten großen internationalen Kinorolle gleich als Anwärter auf einen Darstellerpreis.

Quelle: op-online.de

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