Klassisch, komisch, musikalisch

Frankfurt (isi) - Klassiker locken Publikum: Die Erfahrung macht das English Theatre Frankfurt jede Spielzeit. Auch die neue Saison enthält dreieinhalb Klassiker.

So registrierte es bei Oscar Wildes „An Ideal Husband” eine Auslastung von 95 Prozent. Wie in der vorangegangenen Spielzeit dürften in der zu Ende gehenden Saison mehr als 60.000 Theatergänger das Haus besuchen, hoffte Direktor Daniel Nicolai bei der Vorstellung des Programms 2010/2011. Ähnlichen Zuspruch erhofft er sich mit dem neuen Spielplan, der unter fünf Stücken und Musicals dreieinhalb Klassiker führt.

„Cat on a Hot Tin Roof”

Einer ist das Musical „Fiddler on the Roof” (Anatevka) von Jerry Bock, Sheldon Harnick und Joseph Stein, das der mit Amateuren besetzte Drama Club unter Regie von Michael Gonszar vom 20. bis 29. August aufführt. Vom 10. September bis 30. Oktober ist Edward Albees „Who’s Afraid of Virginia Woolf?” zu sehen. Inszeniert wird das Ehedrama von US-Regisseur Jonathan Fox, der bereits die Tennessee-Williams-Werke „Cat on a Hot Tin Roof” und „A Streetcar Named Desire” in Frankfurt auf die Bühne gebracht hat.

„Spring Awakening” (12. November bis 13. Februar 2011) ist kaum fünf Jahre alt, darf aber als halber Klassiker gelten – das Rockmusical von Duncan Sheik und Steven Sater adaptiert Frank Wedekinds Skandalstück „Frühlings Erwachen”. Die Geschichte um Irrungen und Wirrungen des Erwachsenwerdens ist als Musical erstmals in Deutschland zu sehen. Regie führt Ryan McBryde, der schon mit „Hair” seine Begabung fürs Rockmusical zeigte.

Mehr Infos zum Programm auf der Homepage des English Theatre.

Ein Klassiker ist J.B. Priestleys Drama „An Inspector Calls” (25. Februar bis 17. April), das von der Verstrickung einer Fabrikantenfamilie in den Tod eines Mädchens handelt. Inszeniert wird es von Simon Green, der mit „An Ideal Husband” dem Theater das erfolgreichste Stück in dessen 30-jähriger Geschichte beschert hat. Mit einer weiteren Deutschland-Premiere klingt die Spielzeit aus. Eric Cobles „The Dead Guy” (6. Mai bis 24. Juni) ist eine Satire auf Reality-Shows.

Daneben bietet das Haus einen monatlichen internationalen Stammtisch mit Gastrednern, veranstaltet mit dem US-Generalkonsulat Lesungen und wird Auftrittsort für Poetry Slams: Der erste findet am 27. September statt.

Quelle: op-online.de

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