Kühne-Hörmann bleibt CDU-Chefin

Eva Kühne-Hörmann (CDU)

Kassel - Trotz des Desasters bei der Kommunalwahl bleibt Hessens Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann Chefin der CDU Kassel. Auf einem außerordentlichen Kreisparteitag stimmten am Wochenende bei einer Vertrauensfrage 62,9 Prozent der Delegierten für die 49-Jährige.

Sie setzte sich damit gegen den von ihren Kritikern ins Rennen geschickten früheren Landtagsabgeordneten Aloys Zumbrägel durch.  Kühne-Hörmann sprach im Hessischen Rundfunk (hr) von einem Ergebnis, „mit dem man leben kann nach der Diskussion, die wir in den vergangenen Wochen hatten“.

Die Christdemokratin war nach der Kommunalwahl-Schlappe heftig in die Kritik geraten. Gegenkandidat Zumbrägel hatte noch einmal Bedenken deutlich gemacht, Kühne-Hörmann sei der Ämterfülle nicht gewachsen. Sie könne wegen des Ministeramtes in Wiesbaden nicht ausreichend Zeit für den Kreisvorsitz aufbringen, sagte er dem hr. CDU-Landeschef und Ministerpräsident Volker Bouffier hatte sich dagegen vor dem Parteitag für Kühne-Hörmann stark gemacht.

Die CDU hatte Ende März in Kassel nur 24,2 Prozent der Stimmen geholt, ihr Oberbürgermeisterkandidat Ernst Wegener schnitt noch schlechter ab. Danach war unter anderem der CDU-Stadtverordnete Donald Strube aus der Partei ausgetreten und zur FDP-Fraktion gewechselt. Auch die Junge Union hatte Kühne-Hörmann kritisiert.

Mit der von ihr selbst herbeigeführten Abstimmung will Kühne-Hörmann Ruhe in die Partei bringen. Auch ihre Stellvertreter und der Schatzmeister hatten die Vertrauensfrage gestellt. Von den Stellvertretern wurden am Samstag zwei wiedergewählt, einer nicht. Ein vierter trat den Angaben eines CDU-Sprechers zufolge nicht mehr an. Der Schatzmeister bleibt im Amt.

Kühne-Hörmann sei bis Anfang 2012 gewählt, sagte der Sprecher. An dem zweijährigen Rhythmus bei der Nominierung der Kasseler CDU-Spitze ändere auch die Vertrauensfrage nichts. Kühne-Hörmann ist in Kassel seit 2006 Parteichefin.

dpa

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