Nacht der Museen

Die Kunst geht nicht schlafen

Offenbach - Kunst schläft nicht - an diesem Samstag, 4. Mai, findet wieder die Nacht der Museen in Frankfurt und Offenbach statt.

Von 19 bis 2 Uhr Sonntagfrüh präsentieren 46 Museen und Kulturinstitutionen sowie zahlreiche Galerien ein abwechslungsreiches Kunst- und Kulturprogramm. Erwartet werden zwischen 30.000 und 40.000 Besucher.

In diesem Jahr bilden das Historische Museum Frankfurt sowie der Frankfurter Osten die thematischen Schwerpunkte der Nacht der Museen. Im Historischen Museum kann der Wandel zu einem modernen Stadtmuseum live miterlebt werden.

Außerdem ist erstmals nach 500 Jahren der Rententurm wieder begehbar. Der in der angrenzenden Baugrube mitten auf dem Römerberg entstandene See wird illuminiert. Im boomenden Frankfurter Osten gibt es gleich mehrere spannende Locations: Der über 100-jährige Frankfurter Osthafen zeigt eine Ausstellung zu seiner Historie sowie eine Inszenierung der Dramatischen Bühne. Der Kulturbunker in der Schmickstraße ist mit Live-Musik und Performances dabei und an den Bauzäunen der neuen EZB ist eine nächtliche Graffiti-Sprayer-Session zu bestaunen. Das Antagon-Theater präsentiert ein „mystisches Platzlabyrinth“, bei Lancia sind historische Automobile zu entdecken, und eine spektakuläre Aussicht aus der Vogelperspektive gibt es von einem Kran, verknüpft mit einem Fotowettbewerb.

Party im Museum für angewandte Kunst

Das Museum für Angewandte Kunst präsentiert die hr3-Party. Im Rahmen der Ernst & Young Benefizauktion wird dort junge Kunst versteigert. Wieder dabei ist der Zoo mit einem Perspektivwechsel der besonderen Art: Hier kann als Preview erstmalig das neue Bärengehege erkundet werden, bevor die zukünftigen Bewohner dort einziehen. Auch das Literaturhaus ist mit von der Partie. Neben Lesungen mit dem Schauspieler Rudolf Kowalski sowie Jan Seghers wird das Haus mit Passagen aus MEisterwerken bespielt.

Im Experiminta ScienceCenter sind Feuertornados und das Flammenrohr zu entdecken, einen oscarreifen Auftritt kann man sich im Filmmuseum in der Glamour Look Lounge verpassen lassen. Beim „Krazy Dance Contest“ können Besucher im Museum für Moderne Kunst ihre schrillsten „Moves“ zeigen, bei der „Krazy Zeitreise“ entdecken, wie sie in einigen Jahrzehnten aussehen. In Offenbach gibt es auf dem neuen Gelände des Hafen 2 Installationen, Live-Performances, einen Poetry Slam und eine Party mit open end.

Die Schirn Kunsthalle ehrt Yoko Ono, die „berühmteste unbekannte Künstlerin“, zu ihrem 80. Geburtstag. Im Städel gibt es neben der Ausstellung „Schönheit und Revolution“ im Garten die Performance „Watering Hole“ der Künstlerin Adrian Williams, inszeniert mit Schauspielern und Musik zwischen kreisrunden Lichtkegeln.

Ausgehlandschaft kennenlernen

Außerdem lässt sich Frankfurt bei zahlreichen Stadtrundgängen neu entdecken. Mit Taschenlampen gilt es, die Fischergewölbe zu erkunden. Bei der Führung „Ausgehen in Alt-Frankfurt“ kann man Frankfurts Ausgehlandschaft vor dem Zweiten Weltkrieg kennenlernen. Dazu zählen „Kaschemmen und Nobelherbergen“ wie der ehemalige Kristallpalast, das Gasthaus Zum Türkenschuss und der Russische Hof.

Jeder Besucher zahlt einmal 12 Euro Eintritt und kann die ganze Nacht lang alle Örtlichkeiten besuchen. Alle teilnehmenden Häuser werden durch Shuttle-Busse miteinander verbunden, zusätzlich verkehren ein Shuttle-Schiff zwischen Städel und Eisernem Steg auf dem Main und die Historische Eisenbahn zwischen Ost- und Westhafen. An der zentralen Info-Station am Römerberg werden die Besucher mit Programmen versorgt. Mehr Infos gibts auch auf Facebook.

cnn

Bilder von der 12. Nacht der Museen

Nacht der Museen: Kultur und „Zornhau“

Quelle: op-online.de

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