Besonders lustig ist es, wenn der Schnurrbart fällt

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Bei den wilden Weibern herrschte dollste Stimmung

Die dollste Stimmung herrscht zur Fastnacht immer bei den wilden Weibern aus Groß-Zimmern

Groß-Zimmern (bea) -  Afrikanisch gewandet waren sie und einen recht unverständlichen Text sangen sie als Wechselgesang, die Hupfdohlen. Doch wenn man genau hinhörte, dann passte der Text nicht zur Kleidung: „Gequellte, Kochkäs, Latwerje“, sangen die Zimmern-Afrikanerinnen. Mit einem furiosen Auftritt, bei dem sie auch rhythmisch tanzten und trommelten, begeisterte die ökumenische Frauentruppe das närrische Weibervolk am Donnerstag im Pfarrzentrum.
Durch das abwechslungsreiche Programm führte „Hexe“ Rosemarie Busch-Maiwald, die jede Programmnummer mit gekonntem Reim ankündigte. Den Büttenstart machte Christel Sänger, „die Fraa vom annern Gickel“, die einiges aus ihrer Pfarrgemeinde zu berichten hatte.
Über kirchliche Importware sprach Waltraud Emich. Etliche Details aus dem Pfarrgemeinderat verriet die Vorsitzende und ihren Spruch „ich bin ein Rat, mit Herz und Hirn“ grölten am Schluss alle begeistert mit.
Lachstürme verursachte Katharina Fischer, die von ihrem Kampf, ihren alten Hut los zu werden, berichtete. Besonders amüsant war es dabei, ihren Kampf mit dem Schnurrbart zu verfolgen, denn das schwarze, haarige Teil wollte partout nicht unter der Nase bleiben. Am Schluss ihrer Büttenrede rief sie humorvoll entnervt: „ebbe bleibt er unne“. Verabschiedet wurde sie von Busch-Maiwald: „Das kommt davon, wenn man die Frau nicht gehen lassen will und als Mann daherkommt“.


„E kloa Gewalt“, Liesel Röhrig, eroberte als nächstes die Bühne. Sie focht ebenfalls einen harten Kampf aus, allerdings mit Bohnen. Mit dem Spruch: „als es kracht aus allen Rohren, singt der Kirchenchor, Menschenskind, du bist verloren“, eroberte sie die Weiberherzen. Qualen litten offensichtlich auch Tanja und Sandra Ihring. Weihrauch schwenkend kamen sie in den Saal und fragten sich, was der sinnvernebelnde Duft solle. „Der Weihrauch dient zur Konservierung“, zogen sie letztendlich die Schlussfolgerung. Esther Herbert gelang es als „alt Gelerch“ ihre Ehe-Erlebnisse mit Zimmerner Gegebenheiten zu verbinden, bis sie sich schließlich in die weite Welt aufmachte und dem Weißen Haus, dem Kreml und dem Papst einen Besuch abstattete. In die weite Welt entführte auch Elfriede Burger, die von ihrem Kampf nicht nur mit ihrem Kamel in der Sahara berichtete. Zum Schluss tat „die Fraa von de Besch“ nur noch wimmern, die Löwen verfolgten sie bis nach Zimmern. Und damit die Zimmerner Damenwelt auch nicht rostete, lud die Grand Dame des Turnvereins zum gemeinsamen Tänzchen ein. Dieser Einladung folgten alle begeistert. Polonaisen wanden sich durch den Raum und so manches Stimmungslied sangen die Närrinnen laut mit.
Natürlich gab es auch Tänze zu bestaunen: die Gardetänzerinnen des TV machten mit wirbelnden Beinen den Anfang. Die Krankenschwestern von den Desert Roses erschreckten mit gigantischen Spritzen und die „herrlichen“ Elfchen zeigten den Flower Power der siebziger Jahre.

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