Dieburg

Manege frei für kleine Drachen, Polizisten und Marienkäfer

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Kleine Drachen, Polizisten und Marienkäfer begeisterten beim Kinderumzug in Dieburg.

„Brown girl in the rain“ spielte der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Schaafheim, doch im Regen oder Schnee musste gestern beim Kinderfastnachtsumzug glücklicherweise niemand stehen - weder die kleinen und großen Zugteilnehmer, noch die vielen jungen und älteren Zugzuschauer, die den Wegesrand säumten.

Dieburg (lho) - Sonnenschein begleitete den närrischen Lindwurm auf seinem Weg und gegen die Kälte halfen fröhliches Wippen und Schunkeln, die kalten Finger konnte man durch eifriges Kamelleneinsammeln wieder auf Temperatur bringen.

Für den Fall, dass das Kinderprinzenpaar, Prinz Louis I. und Prinzessin Valeria I., aufgrund zu zahlreicher repräsentativer Verpflichtungen vielleicht einmal auf Doubles zurückgreifen muss, hatte die Kita St. Martin vorgesorgt. Gleich eine ganze Gruppe Kinderprinzen und -prinzessinnen hatte die Kindertagesstätte mitgebracht, für die Sicherheit der kleinen Hoheiten sorgten Nachwuchs-Polizeikräfte.

Kinderfastnachtsumzug in Dieburg

Dieburger Kinderumzug 2009

Tierisch wurde es bei Muggelburg und Knirpsenland. Während die Kinder der Kita Muggelburg als gar nicht eklige, sondern vielmehr sehr putzig anzuschauende Spinnen daherkamen, mischten sich beim Knirpsenland unter dem Motto „Manege frei fürs Knirpsenland“ eine ganze Herde wilder Tiere, aber auch zahlreiche Clowns unter das Zirkusvolk. So bunt gemischt die Manegenstars des Knirpsenlandes waren, so reich war die Märchenwelt der Gutenbergschule mit kleinen Darstellern bestückt. In der „Märchenhafte Gutenbergschule“ drückten Hexen, Wasserwesen, Zwerge, Feen und Ritter die Schulbank. Glücklicherweise waren diese Helden in Rüstung und die Kita St. Josef in der Zugabfolge durch ein paar andere Fußgruppen getrennt, sonst hätte es den ein oder anderen Ritter beim Anblick der „St. Josef-drachenstarken“ Fabelwesen vielleicht doch noch in den Fingern gejuckt. So kam es aber zu keinen Ritter-Drachen-Duellen. Die Kita St. Wolfgang grüßte „So wie jedes Jahr ganz Dibborsch mit dreimal Äla“.

Ihre eigenen Fänger hatten sich die drolligen „Marien(schul)käfer“ der Marienschule mitgebracht. Die Damen und Herren mit den Fangnetzen waren aber anderweitig - sprich mit Äla-Rufen und Winken beschäftigt, so dass die kleinen Käfer munter weitersausen konnten. Auch die Stephan-Gruber-Schule aus Eppertshausen wollte sich den Dieburger Kinderumzug nicht entgehen lassen, die Kinder der Grundschule waren mit Gießkanne auf dem Kopf und viel „Flower-Power“ dabei.

Und natürlich durften auch die „großen“ Fußgruppen nicht fehlen: Die Gersprenzschiffer etwa kamen als feurige Spanier, farbenprächtig wurde es bei den Chinesen der Schessedrigger und die „verkloppten Römer“ der Schnäweldande mussten vor Obelix mit der großen Käule zittern.

In über 50 Zugnummern bekamen die Zuschauer am Wegesrand einmal mehr tolle Kostüme und gute Laune geboten und ließen sich davon gerne begeistern.

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