Kommentar: Schlechter Scherz

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„Nichts reimt sich auf Uschi". Diesen Slogan benutzten die Radio-ffn-Moderatoren Oliver Kalkofe (l) und Dietmar Wischmeyer schon vor Jahren.

Sogar Menschen mit einem noch so plumpen Humor wird der Spruch „Nichts reimt sich auf Uschi“ kaum ein müdes Lächeln entlocken. Dem Slogan fehlt schlichtweg jegliche Pointe. Von Niels Britsch

Ein noch schlechterer Scherz ist es da allerdings, sich diesen mäßigen Witz auch noch markenrechtlich schützen zu lassen. Auf diese bescheuerte Idee kommt niemand? Doch, einer ist tatsächlich dazu fähig: Mario Barth. Der Berliner Comedystar hat den Spruch in Verbindung mit bestimmten Produkten beim Deutschen Marken- und Patentamt angemeldet.

Das bedeutet, spezielle Waren (wie T-Shirts, Bettwäsche oder Handtücher), bedruckt mit jenem Text, darf nur Mario Barth vermarkten. Ein Händler hat bereits eine Abmahnung von Barths Anwälten erhalten, weil er unrechtmäßig T-Shirts mit dem entsprechenden Aufdruck verkaufte. Dabei stammt der Satz ursprünglich gar nicht von Barth: Anfang der 90er gingen Oliver Kalkofe und Dietmar Wischmeyer unter diesem Motto auf Tour. Doch entscheidend ist nicht einmal, wer zuerst die Idee für diesen Kalauer hatte. Viel wichtiger ist die Frage, ob man sich in Zukunft jeden noch so schlechten Ausspruch, der irgendwann einmal für Lacher gesorgt hat, patentieren lassen sollte.

Mario Barth zumindest hat vorgemacht, wie man auch noch aus dem größten Mist Geld machen kann. Es scheint, je schlechter die Witze des Berliners werden, desto lächerlicher macht er sich mit seinen Ideen, Geld zu verdienen.

Quelle: op-online.de

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