Abraumhügel für Spielpark schleifen

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Ein Spielpark und die U-Drei-Betreuung entstehen derzeit am Borkumer Weg in Münsters Inselviertel.

Münster - Im Neubaugebiet Auf der Hardt kommen die Baumaschinen auf den Privat-Grundstücken langsam zur Ruhe. Die meisten Betonmischer sind längst Zierbüschen und anderem Gehölz gewichen. Von Thomas Meier

Doch am Rande des Inselviertels ist seit Wochen wieder rege Betriebsamkeit zu beobachten, geben sich Planierraupen, Bagger und Abraumlaster ein stetes Stelldichein. Hier entstehen lange diskutierte Großvorhaben in Millionenwert: Die Betreuungseinrichtung für Kinder unter drei Jahren und ein großer Spielepark werden errichtet.

Schon kommende Woche ist Grundsteinlegung für die U-Drei-Einrichtung. Dafür sprachen sich im Vorfeld die Fraktionen nach langwierigen Debatten letztlich einstimmig in der Gemeindevertretung aus. Der Neubau wird in Modulbauweise erfolgen.

Hintergrund des notwendigen Projektes ist unter anderem der von der Bundesregierung verankerte Rechtsanspruch der U-Drei-Kinder auf einen Betreuungsplatz – dies tritt per Gesetz ab August 2013 in Kraft. Münster will gewappnet sein und den jüngsten Bürgern ausreichend Plätze bieten. Für den geschätzt rund 1,5 Millionen Euro teuren Neubau des U-Drei-Kindergartens wurden bereits 520.000 Euro im Haushalt 2010 eingestellt.

Rund 370.000 Euro für Spielpark

Und viel Geld nimmt die Gemeinde auch in die Hand, um der Jugend einen Spielpark auf einer rund 7 000 Quadratmeter großen Fläche zwischen der Skater-Anlage am Abtenauer Platz und der Borkumer Straße zu errichten. Hierzu werden die aus den Erdbewegungen und dem Aushub für die benachbarte Bebauung weithin sichtbar entstandenen Erdhügel geschleift, besser: modelliert. Auch große Felsquader, die bislang auf einem großen Haufen am Baustellenrand lagerten, werden hier verbaut.

Noch in diesem Jahr soll der Park neben der Rollbrettbahn fertiggestellt sein. Auch hierfür wurden bereits im Etat des vergangenen Jahres Gelder bereit gestellt, insgesamt wird dieses Projekt die Gemeindekasse mit rund 370.000 Euro belasten. Allein für die Geräte schlagen dabei rund 100.000 Euro zu Buche.

Umfangreiches Spielangebot

Eine Badminton-Wiese, ein Bolzplatz und ein Feld für Beachvolleyball sind auf dem Areal vorgesehen. Für die Jüngeren ist ein Spielplatz mit Erdhügel, Kletterturm und integrierter Rutsche sowie als Schmankerl einer fast fünf Meter hohen Schaukel vorgesehen. Diverse Kleingeräte, eine Tischtennisplatte sowie einige Ruhebänke runden das Angebot ab.

Diese Spielwiese ist nicht für Kleinkinder gedacht, die allerdings im Inselviertel schon seit einigen Jahren ihr Refugium mit Schiff und Sandkasten am „Platz der Generationen“ haben, der vor knapp sechs Jahren erschlossen worden ist.

Quelle: op-online.de

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