Die besten Äpfel fürs Kelterfest gestohlen

Frevelhafter Sündenfall

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Münster - Wieder um eine Erkenntnis reicher durch einen eklatanten Sündenfall. Man glaubt, es kann nicht schlimmer kommen. Und es kommt noch schlimmer. Münster steht ganz dicht vor einem weiteren Feste-Verlust. Ein verruchter Raub verbotener Früchte steckt dahinter.

„Äpfel entwendet!!!“, lautet die Überschrift jüngster Pressemitteilung des Naturschutzbundes, Ortsgruppe Münster. Die drei Ausrufezeichen spiegeln dabei sicher nicht das wahre Ausmaß des Entsetzens derer wider, die als erste der Missetat gewahr wurden. Der Nabu hat seit langem zwei Streuobstwiesen in der Gemarkung gepachtet. Die Bäume wurden von der Ortsgruppe eigenhändig gepflanzt und seitdem gehegt und gepflegt. Am Sonntag, 5. Oktober, soll eigentlich das traditionelle Kelterfest der Naturschützer sein.

Im Vorfeld wird das Kernobst geerntet, gewaschen, gepresst und dann der Most – zu erschwinglichem Preis – verkauft. „Alle diese Arbeiten werden ehrenamtlich verrichtet. Nun haben wir zu unserem Bedauern festgestellt, dass in der letzten Zeit unsere besten Äpfel entwendet worden sind“, heißt es im Bericht. Und geradezu flehentlich richtet sich die Nachricht direkt an die Obstdiebe: „Bitte lassen Sie unsere Äpfel am Baum, damit unser Kelterfest stattfinden kann.“ Nicht, dass bald noch eine Festvertreibung nach dieser Ursünde zu beklagen sein muss.

Kerb in Münster (2013)

Kerb in Münster

tm

Quelle: op-online.de

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