HSG ärgert sich über Landkreis

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Mal Fuß- statt Handball: Beim Gaudi-Cup des SV Münster im Januar – damals noch in der Gersprenzhalle – zeigten die Spieler der HSG Eppertshausen/Münster, dass sie auch kicken können.

Eppertshausen/Münster - Die Handballspielgemeinschaft kritisiert Kommunikation rund um die Sanierung der Gersprenzhalle und zieht für die Saison 2012/2013 komplett in das Sportzentrum nach Eppertshausen. Von Jens Dörr

Seit zwei Jahren kann man in Münsters Norden sehen, dass die Gersprenzhalle saniert wird und unter anderem das Foyer und die Tribüne deshalb nur eingeschränkt genutzt werden können. Jetzt ist die Zeit gekommen, in der die eigentliche Sporthalle generalüberholt wird und somit überhaupt nicht mehr genutzt werden kann. Das stellt die sporttreibenden Vereine vor einen Planungs- und Organisationsaufwand. Für eine Neuordnung des Spiel- und Trainingsbetriebs sind sie dabei auf eine rechtzeitige und umfassende Kommunikationspolitik des Kreises als Träger angewiesen. Die Handballspielgemeinschaft (HSG) Eppertshausen/Münster kritisiert diese nun öffentlich.

„Nicht optimal informiert gefühlt“

„Der Vorstand der HSG hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten nicht optimal informiert gefühlt“, moniert Pressesprecher Reinhard Schneider. Zunächst sei nur die Rede von einer Sperre von Anfang der Sommer- bis zum Ende der Herbstferien die Rede gewesen. „Dann sickerte nach und nach durch, dass die Halle wohl bis Ende des Jahres 2012 nicht genutzt werden kann“, äußert sich Schneider stellvertretend für die Handballspielgemeinschaft mit ihren Männern, den fünf männlichen und weiblichen Jugendteams sowie den zwei Minigruppen mit Münsterer und Eppertshäuser Handballnachwuchs. „Wie jetzt zu hören ist, ist selbst dieser Termin nicht mehr zu halten“, sagt Schneider und ärgert sich.

Seit geraumer Zeit würden die Verantwortlichen des Vereins nach Hallenzeiten für die Teams suchen. Die HSG, eine Spielgemeinschaft des TAV Eppertshausen und des TV Münster, könne sich da nur glücklich schätzen, dass die Gemeinde Eppertshausen den Vereinen eine funktionsfähige Sporthalle im Sportzentrum zur Verfügung stelle. Das Problem sei allerdings, dass die Trainer und Betreuer aller Sportvereine in der Regel im Berufsleben stünden und somit ihre Mannschaften erst ab dem späten Nachmittag trainieren könnten. Somit ballen sich die Wünsche nach Trainingszeiten zwischen 17 und 20 Uhr.

Zu klein oder nur am frühen Nachmittag frei

Außerdem brauche man für die Sportart Hallenhandball nun mal ein ausreichend großes Spielfeld und zwei Tore. Die meisten Hallen – wie die an der J.-F.-Kennedy-Schule oder in Altheim – seien zu klein oder nur am frühen Nachmittag frei. Die gute Zusammenarbeit der HSG mit der Gemeinde Eppertshausen, das ist aus einer Erklärung der Spielgemeinschaft klar herauszulesen, gilt wegen Defiziten im Informationsaustausch aktuell nicht für die Kommunikation mit dem Kreis. Nach etlichen internen und externen Gesprächen und Sitzungen hat die HSG nun eine Entscheidung getroffen, die man mit Rücksicht auf die Münsterer Fraktion in der Spielgemeinschaft eigentlich gerne vermieden hätte: In der Spielzeit 2012/2013 werden sämtliche Pflichtspiele im Sportzentrum Eppertshausen ausgetragen. Außerdem wurde sichergestellt, dass der Trainingsbetrieb komplett in Eppertshausen stattfindet. „Für die meisten Mannschaften bringt dieser Umzug Fahraufwand mit sich“, sagt Schneider. Nun hoffen die Trainer und Betreuer zumindest auf das Verständnis der Eltern der Jugendspieler und bitten für die nächste Spielzeit um Unterstützung beim Transport zu den Trainingseinheiten und Spielen.

Das diesjährige HSG-Fest findet ebenfalls in der Sporthalle im Eppertshäuser Sportzentrum statt. Am Samstag, 25. August, nehmen an den Festspielen alle Aktiven- und Nachwuchsteams der Spielgemeinschaft statt. Los geht es um 14 Uhr.

Quelle: op-online.de

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