Schlendrian befürchtet

ALMA hinterfragt Sanierung im „Haus der Kinder“

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Das Haus der Kinder in Münster wurde für 1,05 Millionen Euro saniert. Rund 90 Kinder plus die Erzieherinnen durften Ende Mai wieder in die Räume einziehen.

Münster - Erst vor wenigen Tagen sind rund 90 Kinder und Erzieherinnen in das Haus der Kinder eingezogen. Für ein Jahr waren sie in einem kleinen Containerdorf untergebracht, da die Kita an der Stettiner Straße für 1,05 Millionen Euro saniert wurde.

Nun äußerte die ALMA-Fraktion Bedenken. „Die Alternative Liste befürchtet erneuten Schlendrian beim Bauvorhaben Haus der Kinder“, heißt es in einer Mitteilung der Fraktion. Bei einem Ortstermin, bei dem der Stand der Sanierungsarbeiten im Haus der Kinder in Augenschein genommen werden konnte, sei dem ALMA-Fraktionsvorsitzenden Gerhard Bonifer-Dörr und seinem Fraktionskollegen Dr. Karlheinz Schaub aufgefallen, dass eine Reihe von auszuführenden Arbeiten noch nicht erledigt worden waren. Dieser Termin liegt allerdings schon einige Tage zurück, er war bereits am 27. April.

Dennoch weist die ALMA in ihrer aktuellen Mitteilung auf einige Punkte hin: Ende April seien besonders die fehlenden Holzarbeiten an den Innentreppen und die mangelhafte Überarbeitung der Fenster sowie deren Schutzanstrich auffällig gewesen. Sie seien teils gar nicht ausgeführt oder zumindest nicht ordnungsgemäß erledigt worden. So habe bei einigen Fenstern sogar die Silikonabdichtungen zwischen Rahmen und Glas gefehlt. Außerdem sei der Anstrich der Fenster nachlässig ausgeführt worden, so die ALMA.

Wurden die Mängel an den Fenstern behoben?

Nachdem Ende Mai nun rund 300 Kartons gepackt und der Umzug abgeschlossen wurde, richtet sich die Fraktion an Münsters Bürgermeister Walter Blank. Sie bittet um die Beantwortung einiger Anfragen in der nächsten Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses am 3. Juni.

Unter anderem wolle man wissen, ob die Sanierungsarbeiten im Haus der Kinder nun vollständig abgeschlossen und die Rechnungen dafür bereits bezahlt worden sind. Außerdem fragt sich die ALMA, ob die angesprochenen Mängel an den Fenstern und die Arbeiten an den Treppen behoben beziehungsweise beendet wurden. Für den Fall, dass dies noch nicht sachgerecht ausgeführt oder einfach nicht geschehen sei, bittet die ALMA um eine Erklärung des Bürgermeisters. „Nicht zuletzt die Arbeit des Akteneinsichtsausschusses, der die bisherigen Sanierungsversuche sowie die Verantwortung für möglicherweise unterbliebene Schritte der Gemeinde zur Schadensbehebung, hat uns gelehrt, bei den gemeindlichen Bauvorhaben genauer hin zu sehen“, begründet Bonifer-Dörr die vielen Fragen. „Nichts wäre schlimmer, als wenn wir es hier bei der Eine-Millionen-Euro-Sanierung erneut mit baulichen Unzulänglichkeiten zu tun bekämen“, sagte der Fraktionsvorsitzende. 

dani

Quelle: op-online.de

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