ALMA spricht B 26-Probleme im Bezug auf Fiege an

Wohnqualität muss durch Ausbau verbessert werden

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Beim ALMA-Forum beleuchtete Bürgermeisterkandidat Gerhard Bonifer-Dörr die Probleme, die durch den Bau des Logistik-Zentrums Fiege entstehen könnten.

Altheim - ALMA spricht B 26-Probleme im Bezug auf Fiege an.

Die Bundesstraße 26 und der Münsterer Stadtteil Altheim haben schon länger ihre Probleme miteinander. Jetzt, wo noch der Bau des Logistikcenters Fiege hinzukommt, ist es nicht verwunderlich, dass das Forum „Altheim: B 26, Fiege … wie weiter?“ von ALMA-Bürgermeisterkandidat Gerhard Bonifer-Dörr von gut 60 interessierten Bürgern besucht war.

Der große Andrang spricht dafür, dass in Münster und Altheim die Situation rund um die B 26, die Verkehrsbelastung auf dieser Straße und die seit Jahrzehnten diskutierten Ausbaupläne nach wie vor von hohem Interesse sind. Dies erst recht, wenn die Bürger an die möglichen zusätzlichen Belastungen denken, die durch die Inbetriebnahme des Mega-Logistik-Centers der Firma Fiege in Dieburg drohen.

Mit einer Zusammenfassung der in den letzten zwei Jahrzehnten von den Behörden immer wieder veränderten und oft auch vergrößert vorgelegten Planungen für einen Weiterbau der B 26 nahe Altheim startete Bonifer-Dörr den Informationsmarathon. Daran schloss sich die Darstellung der seitens der politischen Gemeinde und ihrer unterschiedlichen Fraktionen initiierten Stellungnahmen zu den Ausbauvarianten an.

Gemeindevertretung fordert Trassenbündelung

Den zentralen Punkt aber bildete nach wie vor die 2008 auf Initiative der ALMA von allen Fraktionen vorgelegte und einstimmig verabschiedete Beschlussvorlage zur B 26. Sie fordert unter anderem, dass jegliche Ausbaupläne die Wohnqualität in Altheim und Münster verbessern müssten. Der Beschluss fordert weiter, so der Bürgermeisterkandidat, eine Trassenbündelung mit der Bahnstrecke bei geringstmöglichem Flächenverbrauch und die Prüfung einer Tieferlegung (Troglösung) im Bereich der bebauten Ortslage.

Die bahnnahe Linienführung einer neuen Bundesstraße war auch der zentrale Punkt einer weiteren Einlassung der Gemeinde gegenüber der planenden Behörde „Hessen Mobil“ im Jahr 2010. Dort wurde der Gemeinde im Dezember vergangenen Jahres gesagt, dass insbesondere aus naturschutzrechtlichen Gründen eine Trassenbündelung im Bereich Altheim problematisch sei. Man favorisiere dagegen weiterhin einen Ausbau in der Nähe oder auf der bestehenden Trasse. Gegen diese Auffassung bezog jüngst die Gemeindevertretung erneut Stellung und bekräftigte ihre Forderung nach Trassenbündelung und Prüfung der Troglösung.

Furcht vor mehr Verkehr und Lärm

Ergänzend trug Dr. Reining von der Bürgerinitiative gegen die Bebauung des Dieburger Dreiecks (BIBDD) seine Berechnungen der zukünftig durch das Logistik-Zentrum zusätzlich entstehenden Verkehrsbelastungen vor. Er wies dabei auch auf die im Einfahrtbereich des Lagerkomplexes drastisch erhöhten Unfallgefahren hin.

In der angeregten und konstruktiven Diskussion bestimmte neben den Befürchtungen vor der durch Fiege weiter steigenden Verkehrs- und Lärmbelastung insbesondere die Suche nach den kurz- und mittelfristigen Zielen angesichts der Belastungen auf der B 26-Trasse zahlreiche Wortbeiträge.

So, wie es Bonifer-Dörr den Besuchern zum Abschluss des ALMA-Forums zugesagt hat, wird er die zahlreichen Vorschläge und Forderungen nach einem schnellstmöglichen Lärmschutz, auf den die Anwohner in Altheim seit Jahrzehnten warten, aufgreifen und seine Bemühungen um Abhilfe daran orientieren.

Dabei werde er, falls es dazu käme, als Bürgermeister der Gemeinde Münster den langfristigen Plan der Trassenbündelung und möglichen Tieferlegung der B 26 nicht aus dem Auge verlieren.

chi

Quelle: op-online.de

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