Attraktion für die Schüler

Mit dem neuen Spielehaus kommt nicht nur mehr Ordnung in die Regenbogenschule

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Anstehen in Schlange zur 10-Uhr-Pause für die Ausleihe eines bewegenden Spielzeugs: Die Regenbogenschüler finden es klasse. Sie haben schließlich die Regeln gemacht. Schulleiterin Natascha Heiß und Lisa Fend freut’s.

Und wieder ist die Regenbogenschule ein kleines Platzproblem los und um eine wahre Attraktion für die Schüler reicher geworden: Sie hat seit kurzem ein Spielehaus. 

Altheim – Ermöglicht haben es die Hartnäckigkeit der Schulleitung, beim Landkreis als Schulträger auf einen weiteren Container für die Unterbringung von Materialien zu dringen, und Lisa Fend. Letztere ist seit August „Bufdi“ an der Schule, leistet also ein Jahr sogenannten Bundesfreiwilligendienstes, und ihre große Aufgabe ist es seitdem, das Spielehaus mit Lehrer und Schülern zu konzipieren und umzusetzen.

Schulleiterin Natascha Heiß ist voll des Lobes: „Frau Fend hat sehr viel in Eigenverantwortung für das Projekt organisiert.“ Und die Kinder hängen der 20-Jährigen an den Lippen, wenn sie etwas sagt. Schließlich hat sie überwiegend mit den Grundschülern die Regeln fürs Spielehaus entwickelt und umgesetzt. Erstaunlich: Alle scheinen sich auch daran zu halten.

„Das muss nicht verwundern“, sagt Fend, schließlich hätten alle gemeinsam das Regelwerk übers Schuljahr hinweg erarbeitet. Und wenn jeder beteiligt wird, hält sich auch jeder dran.

Die Grundschule, die so viele Jahre um Pavillons für eine Mensa nebst Aufenthaltsraum für ihren Nachmittagspakt kämpfen musste, ist nicht unterkellert. Und dies war auch großes Manko für die Absicht, eine „Schule in Bewegung“ und vor allem mit bewegten Kindern zu sein. Zwar sammelte sich mit der Zeit viel Material für Bewegung im Sportunterricht und in den Schulpausen an, doch lag dies verteilt über alle Klassen- und Sporträume eher unkoordiniert herum. Ordnung an zentraler Stelle für Tret- und Sitzroller, Kinderkutschen, Hüpfpferde, Seile, Basketbälle, Gummi-Twist, Gartenschach und mehr zu halten, war erstes Ziel.

So ein Container, wie ihn der Hausmeister für seine Utensilien vom Kreis schon vor Langem bewilligt und aufgestellt bekommen hat, könnte für dieses Problem Abhilfe schaffen, war der Schulleiterin Idee. Und weil auch der stets anwachsende Theaterfundus unter einem Dach und Fach besser geordnet wäre, wurden gleich zwei Blechcontainer bestellt und bewilligt.

Nach den Osterferien wurde das Spielehaus geliefert, doch schon lange zuvor bereiteten Lehrer, Bufdi und Schüler sich darauf vor. Vor allem den derzeit 94 Grundschülern sollte vor Augen geführt werden: Sie sind verantwortlich für ihr Projekt. Und so wurde auch die Idee des „Spielehaus-Ausweises“ umgesetzt, den jeder Schüler erhält, – der aber auch wieder entzogen werden könnte. Für jede Ausleihe eines jeden Utensils wird das laminierte Ausweispapier benötigt. Und tatsächlich: Vor jeder Pause stellen sich bewegungshungrige Kinder zunächst in der schnell nach dem Pausenton wachsenden Schlange an. In der großen Blechbüchse versehen derweil Kinder ihren wechselnden Dienst als Spiele-Ausleiher. „Sehr diszipliniert“ gehe das vonstatten, sagt Schulleiterin Heiß: „Frau Fend hat hervorragende Vorarbeit geleistet.“

Und die Sickenhöferin, die ihr Abitur an der Alfred-Delp-Schule in Dieburg ablegte, gibt dankend zurück: „Es war eine große Aufgabe. Ich bin dankbar, dass sie mir in diesem Umfang übertragen wurde.“

Bis zu dem Sommerferien kann sie sich noch am Spaß der Kinder mit ihrem Spielehaus erfreuen, dann endet ihr Dienst in Altheim und sie möchte ein Studium beginnen. Lehramt an Grundschule, das ist nun ganz fest ins Auge gefasst.

Rektorin Heiß sucht derweil schon nach einer Nachfolge. Nach den Sommerferien gilt es, eine neue Stelle im Bundesfreiwilligendienst an der Schule zu besetzen. Interessierte bewerben sich direkt unter z 06071 37837.

VON THOMAS MEIER

Quelle: op-online.de

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