„Zu Fuß zur Schule“ 

Woche der bewegenden Aktionen an Regenbogenschule

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Die bewegte Pause ist der Renner zur sportlichen Aktionswoche an der Regenbogenschule. 

Altheim - Mehr Bewegung in die Regenbogenschule bringen möchte Schulleiterin Natascha Heiß. Und zwar bei Schülern und Lehrern gleichsam. Von Thomas Meier

Die Aktion „Zu Fuß zur Schule“, die im September bundesweit von vielen Schulen aufgegriffen wird, nimmt Heiß zum Anlass, die Schule mit gleich mehreren Bausteinen zum Thema Bewegung zu konfrontieren. Klar ist das bewegend, wenn die Eltern ihre Sprösslinge statt mit dem allradgetriebenen SUV per pedes oder mit dem Radel zur Schule in der Straße mit dem hierfür trefflichen Namen „Am Sportplatz“ geleiten. Das entspannt auch noch den Straßenverkehr. Aus Münster, so berichtet die Rektorin stolz, kommen gar Kinder mit dem Kettcar über den Radweg gen Altheim gefahren.

Und auf einem Wandertag lernen Kinder und Lehrer ebenfalls, was „Bewegung“ so alles bedeuten kann. Denn es ging in der Woche vor den Ferien auch nach Groß-Umstadt zum Erlebnispark oben bei den Weinhängen. Da lernten Schüler und Lehrer schnell, dass es kräftigere Bewegungen braucht, um etwa einen Hang emporzuklimmen, als im platten Altheim von A nach B zu gelangen.

Apropos lernen: Auch im Unterricht soll mehr Bewegung Einzug halten, sagt die Schulleiterin. Beispielsweise in Mathe. Da können sich Kinder beim gegenseitigen Rechenaufgaben geben auch einen Ball zuwerfen, wenn die Antwort richtig war. „Bewegung verschafft dem Gehirn auch mehr Sinnesreize, mit denen es Inhalte verknüpfen kann“, schildert die Pädagogin Vorteile solcher Übungen, die freilich auch in anderen Fächern eingesetzt werden können. Bewegung hält zudem wach, regt den Stoffwechsel an und macht Kindern gute Laune.

Sollte der Unterricht doch einmal unter Frischluftmangel leiden, bringen Bewegungspausen – ein weiterer Baustein – Schwung in müde Klassen. Wenige Minuten gemeinsamer Übungen verschafft allen mehr Konzentration und Aufmerksamkeit.

Die Bewegungspausen sind freilich ein Selbstläufer in der Aktionswoche. Ein Renner, denn die Grundschulkinder stürzen sich förmlich auf die ihnen angebotenen Spiel- und Sportgeräte. Seilspringen, auf Pedalos über den Schulhof fahren, Federball spielen, kicken – das alles kommt bestens an. Und wenn die Lehrer beim Stelzenlaufen auch noch mit auf die staksigen Gerätschaften steigen, ist das zustimmende Geschrei freilich groß.

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Heiß plant bereits über die Aktionswoche hinaus. Eine großräumige Gartenhütte am Rande des Schulhofes etwa diente bis zur Fertigstellung der lang ersehnten Pavillons als Lagerraum für verschiedene Unterrichtsmittel. Sie steht weitgehend ungenutzt herum und soll schon bald zum „Spielhaus“ umfunktioniert werden. „Dort können wir die vorhandenen Sportsachen unterbringen. Und es ist Raum für mehr Geräte, die ich gern noch anschaffen würde“, sagt die neue Schulleiterin, die seit dem Sommer das Sagen in der Regenbogenschule hat. Fahrrädchen und Roller beispielsweise wären prima Bereicherungen für mehr Bewegung in den Pausen.

Dass man Bewegung durchaus auch mit sozialem Engagement für die Gemeinde verbinden kann, war weiterer wichtiger Aktions-Baustein. Zwar sammelt Münster mit dem Kreis erst morgen kollektiv Müll in der Gemarkung, doch Altheims Regenbogenschüler preschten auch hier schon mal vorbildlich vor. Zwei Klassen waren rund um die Schule und auf Feldern unterwegs, Müll einzusammeln und zu entsorgen.

Quelle: op-online.de

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