Altheimer Sven Willmann

Vom Schiri-Chef zum Regionalobmann

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Ist auf die nächste Funktionärsebene im Schiedsrichterwesen geklettert: Der Altheimer Referee Sven Willmann..

Münster - Der Altheimer Sven Willmann ist nicht mehr Chef der Schiedsrichter im Fußball-Kreis Dieburg: Nach zwölf Jahren als Obmann der Vereinigung wurde der 37-Jährige zum 1. Juli vom Groß-Zimmerner Florian Tesch (25) abgelöst. Von Jens Dörr 

Mit Willmanns Wechsel auf die Regionalebene endete eine Ära. Willmann, einst selbst Schiedsrichter bis zur Hessenliga und hin und wieder noch immer an der Pfeife aktiv, war in seiner Funktion für zuletzt 137 aktive Referees zwischen Rödermark und Fischbachtal verantwortlich. Vor allem besetzte er jedoch gemeinsam mit seinem Stellvertreter Sandro Sale (Babenhausen) Juniorenspiele im eigenen Fußball-Kreis sowie Partien der Aktiven aus anderen Kreisen wie etwa dem Odenwald oder Gelnhausen, mit denen die Kreisschiedsrichter-Vereinigung seit jeher in einem Austausch steht.

Der Ernennung von Willmanns Nachfolger Tesch ging ein Vorschlag des Kreisschiedsrichter-Ausschusses voraus. In der letzten Schiedsrichtersitzung vor der Sommerpause, an der potenziell alle Unparteiischen des Kreises teilnehmen können (und aufgrund von Fortbildungsaspekten sollen), folgten die versammelten Männer in Schwarz dem Vorschlag des Ausschusses. Willmann, der auch für Münsters CDU in der Gemeindevertretung Lokalpolitik macht, zieht sich damit allerdings nicht von der Fußball-Funktionärsebene zurück. Im Gegenteil: Der Altheimer steigt nun zum Regionalbeauftragten im Ansetzungswesen auf. In der Fußball-Region Darmstadt besetzt er damit die Partien der Gruppenliga und teilt die Verbandsliga-Assistenten ein.

Im Rückblick auf die zwölf Jahre als Obmann und Ansetzer stellt Willmann unterdessen fest, „dass man für die Aufgabe unheimlich viel Fingerspitzengefühl braucht und auch immer mehr dafür tun muss, die Schiedsrichter zu halten und neue zu gewinnen“. Gerade in der Altersgruppe zwischen 30 und 50 Jahren seien die Unparteiischen auch in der Kreisschiedsrichter-Vereinigung Dieburg sehr rar gesät, weiß der Schiri.

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Sein Nachfolger Tesch, der für den SC Hassia Dieburg pfeift und der bis hinauf zur Verbandsliga Spiele leiten darf, geht die Funktionärsaufgabe deshalb auch mit gesundem Respekt an: „Mir ist bewusst, dass das eine andere Herausforderung wird, die auch sehr zeitaufwendig ist.“ Schließlich kommen nicht alle verschickten Aufträge von den Kollegen bestätigt zurück. Manche Partie muss mehrfach angesetzt werden, bis sich für sie ein Schiedsrichter findet. „Vielleicht ein Fünftel unserer 137 Schiedsrichter pfeift auch nur das Zwölf-Spiele-Minimum pro Jahr, um für seinen Verein angerechnet zu werden“, gibt Tesch – qua Amt nun auch Mitglied im Kreis-Fußball-Ausschuss – außerdem zu bedenken.

Willmann wird es eine Ebene darüber nun in erster Linie mit recht ambitionierten Unparteiischen zu tun haben. Die Zahl der abgelehnten Spielaufträge in seinem Ansetzungsbereich dürfte deutlich geringer als auf Kreisebene ausfallen.

Quelle: op-online.de

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