SPD will bezahlbaren Wohnraum und Gewerbe, die Union einzig Gewerbe auf dem Areal entwickeln

Am Frankenbach-Gelände scheiden sich Münsters Politiker

Vie Platz für städtebauliche Entwicklung sieht die SPD auf dem Frankenbachgelände für Münster.
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Vie Platz für städtebauliche Entwicklung sieht die SPD auf dem Frankenbachgelände für Münster.

Das Frankenbachareal städtebaulich zu entwickeln hat sich auch die SPD auf die Fahnen geschrieben, die sich in ihrer Zielsetzung sehr nahe der der Alternativen Liste ist (wir berichteten). Die CDU indes will dort ein reines Gewerbegebiet

Münster – „Es ist auf fast genau zehn Jahre her, dass Frankenbach und Breitefeld schon einmal Themen einer Pressemitteilung der SPD waren“, erinnert Bernd Fritsch an viele ungenutzte Chancen. Prof. Bert Rürups 1999 erstelltes Perspektivkonzept mit Umwandlung in ein Wohngebiet und die Nutzung der bestehenden Bausubstanz (Hallen) für Handwerksbetriebe beispielsweise. Die Spedition habe nur hohen Platzverbrauch und wenig Arbeitsplätze gebracht.

Zum Ortsteil Breitefeld befindet Fritsch: „Hervorragende Lage mit eigener Infrastruktur. Was andere Gemeinden als Filetstück betrachten würden, verkommt in Münster zum ,Gammelfleisch’. Nichts hat sich getan. Betriebe, die sich angesiedelt haben, sind wieder verschwunden.“

In beiden Fällen hätte es die Gemeinde versäumt, die Flächen zu erwerben und städtebaulich zu entwickeln. Im Breitefeld sei die Lage leider nahezu unverändert.

Anders beim Frankenbach-Gelände, hier tue sich endlich was, so die SPD. Die Hessische Landgesellschaft (HLG), die sich mehrheitlich im Besitz des Landes Hessen befindet, hat im Auftrag der Gemeinde das Frankenbachgelände gekauft und werde es nach den Vorgaben der Gemeinde entwickeln.

Wie die Alternativen will auch die SPD, dass dort eine Plus-Energie-Siedlung mit bezahlbarem Wohnraum, dringend benötigten sozialen Einrichtungen wie Kita, Seniorenwohnen und Pflege sowie Gewerbeflächen entsteht.

„Die Kommunalwahl am 14. März ist für Münster, Altheim und Breitefeld eine absolute Richtungswahl“, erklärt die CDU und macht dies auch am umstrittenen Frankenbachgelände fest. Die finanzielle Situation der Gemeinde sei außerordentlich schlecht. Die massive Ausgabenpolitik der letzten Jahre habe deutliche Spuren im Gemeindehaushalt hinterlassen. Deshalb benötige Münster laut CDU dringend weitere Einnahmen, um die notwendigen Projekte wie Kitaausbau, bezahlbarer Wohnraum, Hallenbad und einiges mehr finanzieren zu können.

Auch der finanzielle Spielraum der Gemeinde müsse erhöht werden. „Das Frankenbachgelände muss zum reinen Gewerbegebiet ausgebaut werden, um die Gewerbesteuereinnahmen langfristig zu erhöhen. Die Lage dieses Gelände ist bestens dafür geeignet.“ Weiterhin schaffe dieser Ausbau zusätzliche Arbeits- und Ausbildungsplätze vor Ort und erhöht die Kaufkraft in unserer Gemeinde“, so der Fraktionsvorsitzende Thorsten Schrod.

Die von SPD und ALMA dort vorgesehene Wohnbebauung mit maximal einem Drittel Gewerbeflächen werde niemals die notwendigen Einnahmen erzielen. Weiterer Zuzug von Menschen erhöhe den Druck auf die Infrastruktur. „Hierbei geht es uns keineswegs darum, keinen Zuzug ortsfremder Personen zu wollen. Ganz im Gegenteil. Wir müssen allerdings zunächst die schwierige finanzielle Lage der Gemeinde verbessern und denjenigen Münsterern Wohnraum bieten, die in letzten Jahren in Münster leer ausgegangen sind“, so CDU-Parteivorsitzender Marcus Milligan.  (tm)

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