Ansturm auf die Partymeile

Münster - Auf eine genaue Zahl festlegen möchte sie sich doch lieber nicht. „Aber es wird bestimmt wieder rappelvoll“, kündigt Mitorganisatorin Nicole Uhrich für das heute beginnende Doaschde-Fest an. Von Jörn Polzin

Zwischen Bahnhofsplatz und Rathausplatz, vor allem auf der Leibnizstraße, wird in diesem Jahr wieder der Punk abgehen – da ist sich die gemeindliche Öffentlichkeitsbeauftragte im Bereich Wirtschaftsförderung sicher. „Das war in den vergangenen Jahren schon so, warum soll sich das diesmal ändern?“

Die Vorzeichen stehen gut. Die Veranstalter sind vom bisherigen Erfolgskonzept wenig abgerückt, setzen auf ein ähnlich abwechslungsreiches Programm wie in den Vorjahren. Das gilt vor allem für die musikalische Unterhaltung. So gehört DJ Robby, der am Samstag das Mischpult unsicher macht, quasi schon zum Inventar. Auch die beliebte Big Band des TV Münster - um nur ein weiteres Beispiel zu nennen - ist wieder am Start und wird den Sonntagnachmittag mit fetzigen Klängen abrunden. Auch für die kleinen Gäste ist mit Karaoke, Flohmarkt, Hüpfburg und Karussell gesorgt.

Das Festwochenende beginnt am heutigen Abend unter dem Motto „Münsterer Nacht“ - mit Live-Band und DJ J Dörr.

Auch Feinschmecker kommen zum Zug

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Das Doaschde-Fest selbst wird dann am morgigen Nachmittag auf der Bühne des Rathausplatzes offiziell eröffnet. Rund 20 ortsansässige Vereine laden an ihren Ständen zum Verweilen ein und bieten allerlei kulinarische Köstlichkeiten. Wer auf deftige Küche nicht verzichten mag, greift zu Haxen vom Grill oder ganz traditionell zu einer Currywurst – aber auch die „Feinschmecker“ kommen natürlich zum Zug. Wie bei der Auswahl des musikalischen Programms ist auch beim kulinarischen Angebot für jeden Geschmack etwas dabei, wie Nicole Urich versichert.

Und das kommt nicht von ungefähr: Bereits im März hatte sich ein Festausschuss, dem Gemeindevertreter und drei teilnehmende Vereine angehören, gegründet und wenig später erstmals getagt. „Viele wissen gar nicht, welche Arbeit hinter einer solchen Veranstaltung steckt, da gibt es einiges zu organisieren“, erklärt Urich. Mit der Band-Auswahl habe sie sogar schon im vergangenen Dezember begonnen. Zudem galt es unter anderem Banner und Plakate herzustellen.

Hoffnung auf finanzielle Spritze für die Vereinskasse

Seit zwei Wochen seien Mitarbeiter des Bauhofes im Einsatz, um die Rahmenbedingungen für einen reibungslosen Ablauf zu schaffen. Gestern begannen dann die Standbesitzer mit dem Aufbau. Sie erhoffen sich von den Festtagen natürlich eine kleine finanzielle Spritze für die Vereinskasse.

Schwarze Zahlen wird die Gemeinde mit der Ausrichtung des Festes hingegen sicher nicht schreiben. Laut Urich fließe eine „größere Summe“ des kommunalen Etats in die Organisation des Doaschde-Festes. „Das können wir mit den Standgebühren nicht wieder reinholen“, so Urich, die der vierten Auflage entgegenfiebert. Ein persönliches Highlight will sie aber nicht herausgreifen. Da hält sich die Mitorganisatorin, wie zuvor bei den Besucherzahlen, lieber bedeckt. „Wenn ich jetzt einen hervorhebe, fühlen sich die anderen auf den Schlips getreten“, gibt sich Urich diplomatisch.

Quelle: op-online.de

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