Ansturm schon beim Gottesdienst

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Mit einem Spielepark unterstützte des Diözesanverband Mainz das Jubiläum der DJK. Ein Menschenkicker gehörte dazu.

Münster - Nachdem Peter Waldmann, Vorsitzender der DJK Blau-Weiß Münster, schon früh bekanntgegeben hatte, bei der nächsten Mitgliederversammlung nicht mehr die erste Position im Verein zu kandidieren, soll am Freitag ein neuer Vorstands-Chef gewählt werden. Von Jens Dörr

Wer bald Chef sein wird, ist derzeit offen, zuvor stünden noch vielversprechende Gespräche an, so Waldmann am Sonntag: Da und am Samstag feierte der 770 Mitglieder zählende Verein sich selbst und 90 Jahre DJK Blau-Weiß. Der Mehrspartenverein, unter anderem durch seine ambitionierte Tischtennis-Abteilung und nicht zuletzt Jörg Roßkopf weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt, hatte sich ein sportliches, heiteres und auch besinnliches Programm zum Jubiläum ausgedacht. Unterstützung leistete auch der Diözesanverband Mainz.

Dessen Zweiter Vorsitzender hatte eine kurze Anreise: Der Dieburger Wolfgang Gondolf, bis vor wenige Wochen und sechs Jahre lang auch erster Mann beim SV DJK Viktoria Dieburg, zeigte in Münster ebenso Präsenz wie Vertreter der Deutschen Jugendkraft aus Ober-Roden und Bürgermeister Walter Blank. Sie waren der Einladung des Traditionsvereins gefolgt, für den Wolfgang Tobisch federführend die Verantwortung für das zweitägige Fest am Wochenende trug. Tobisch war auch der Ideengeber für den „1. Münsterer Fun-Biathlon mit Lasergewehren“ gewesen.

„Im Verein funktioniert das miteinander einfach“

Doch weder Tobisch noch Waldmann noch irgendein Mensch auf der Welt hätte selbst bei Mobilisierung aller seiner Kräfte nur annähernd eine Chance gehabt, das Ereignis am Samstag und Sonntag allein auf die Beine zu stellen. DJK-Pressesprecherin Anja Wolf berichtete von 150 Helfern; wie Waldmann anmerkte „alles vereinseigene - wir mussten noch nie auf externe Kräfte zurückgreifen“. Im Verein funktioniere das Miteinander einfach, meinte auch Wolf: „Das gilt über alle Generationen hinweg.“

Das habe man auch an der gemischten Altersstruktur der Besucher insbesondere am Samstag gesehen, so Wolf weiter. Waldmann wiederum war mit dem „sehr guten Zuspruch“ zufrieden. Der kam auch aufgrund des mitspielenden Wetters zustande, das seinerseits die Durchführung von Beachvolleyball-Turnier am Samstag, Biathlon am Sonntag und Spielepark des Diözesanverbands mit Kistenklettern, Menschenkicker und einigen Stationen mehr begünstigte.

Der noch amtierende Vorsitzende der Blau-Weißen schätzte beispielsweise den Besuch beim Open-Air-Gottesdienst am Sonntagvormittag auf „400 bis 450 Personen“. Man habe mit etwa der Hälfte gerechnet, resümierte er zufrieden. Auch nach dem katholischen Gottesdienst (Waldmann erklärte: „Ein ökumenischer wäre in diesem Rahmen und auch wegen des Sonntags nicht angebracht gewesen“), den Kaplan Martin Eltermann – Geistlicher Beirat des Vereins – zelebrierte, belebten mehrere hundert Gäste das Vereinsgelände an der Heinrich-Heine-Straße.

Auch Beachvolleyball-Feld feiert kleines Jubiläum

Abgedeckt war zu diesem Zeitpunkt bereits das Beachvolleyball-Feld, das seinen Dienst am Abend zuvor getan hatte. Es feierte auch ein kleines - zehnjähriges - Jubiläum, war es doch zum 80. Geburtstag der DJK Blau-Weiß eingeweiht worden. Gepritscht und gebaggert wurde dort dann allerdings erst nach langem Hin und Her, weil es für den „Sandkasten“ eine Baugenehmigung mit Lärmgutachten brauchte. Eine etwas skurrile Geschichte - und gewiss auch Stoff des ein oder anderen der vielen Gespräche auf der Feier am Wochenende.

An deren Rande gab Peter Waldmann zudem bekannt, dass man den Erlös des Ortsvereine-Kegelns in Höhe von 500 Euro bereits auf das Treuhänder-Konto der krebskranken Dieburgerin Ayleen Jelinek überwiesen habe.

Quelle: op-online.de

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