„Applaus, Applaus“ zum Schluss

Chor „Future Vox“ und Jugendorchester begeistern Zuhörer

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Drei Stücke des Abends präsentierten das Jugendorchester des Musikvereins und der MGV-Chor „Future Vox“ zusammen - nach nur zwei gemeinsamen Proben.

Münster -  „Applaus, Applaus“ und „Music“: Die Titel der beiden letzten Stücke des Abends waren zugleich Programm bei „Fusion – Das Gemeinschaftskonzert“. Von Jens Dörr

Unter diesem Namen schlossen sich der Chor „Future Vox“ des MGV Münster und das Jugendorchester des Musikvereins Münster zusammen, um in der fast ausverkauften Kulturhalle in Koproduktion junge Pop- und Rockliteratur zu Gehör zu bringen. Beide Seiten werten das Experiment als Erfolg. Dies fiel einerseits ob des guten Zuspruchs des Publikums leicht. Exakt 498 Karten, davon 460 im Vorverkauf, hatten MGV und MV Münster für „Fusion“ abgesetzt. Nur wenig mehr Plätze hätte die Reihenbestuhlung im großen Saal zugelassen. „Ein Teil des Erfolgs des Abends war vielleicht auch, dass wir ein gemischtes Publikum mit Leuten zwischen zehn und 80 Jahren hatten“, sagte nach dem Konzert MGV-Vorstandsmitglied Lothar Pistauer.

Für ihn und die Beteiligten war das Projekt zwischen den beiden Vereinen und Chor und Orchester auch aus anderen Gründen spannend und positiv. „Wir hatten nur zwei gemeinsame Proben“, blickte er zurück. In denen mussten sich Sänger und Instrumentalisten sowie die Dirigenten Dirk Schneider (MGV-Chor) und Matthias Jäger (MV-Jugendorchester) so einspielen, dass bei drei Stücken des Abends Harmonie herrschte: Chor und Orchester brachten gemeinsam die „Bohemian Rhapsody“ von Queen, „Applaus, Applaus“ von den Sportfreunden Stiller und als Zugabe eben „Music“ auf die dann besonders gut gefüllte Bühne.

Der Chor erhielt ein zusätzliches Podest und positionierte sich hinter dem Orchester. Tonmeister Johannes Heppenheimer sorgte dafür, dass das Orchester den Chor nicht übertönte. „Das ist gelungen, was zur Freude pur beiträgt“, zeigte sich Pistauer überaus zufrieden.

Glücklich war er auch darüber, dass so viele Zuhörer den beiden Vereinen ihre Zuneigung mit dem Kauf der Eintrittskarte und dem Besuch des Konzerts entgegenbrachten. Pistauer erwähnte, dass er das vom Münsterer Rathaus auf die Beine gestellte Kulturprogramm durchaus als Konkurrenz zu den Veranstaltungen der örtlichen Vereine sehe, auch wenn etwa der Pfingstball des TV Münster in dieses Programm eingegliedert ist. „Die Leute geben ihr Geld nur einmal aus“, so Pistauer. Zusätzliche Veranstaltungen mit externen Profis – ob in Musik oder Kabarett – gingen perspektivisch mitunter nicht spurlos an Konzerten wie jenem vorbei. Bislang sei dies bei den MGV-Veranstaltungen aber noch nicht allzu sehr zu spüren, sagte Pistauer.

Abgesehen von den drei gemeinsamen Stücken bestritten Orchester und Chor jeweils einen Teil in beiden Halbzeiten solo. Das Jugendorchester des Musikvereins erhielt dabei Unterstützung durch die singenden Solistinnen Antje Weber und Tanja Lippert, die beide auch für „Future Vox“ mitwirken. Julia Lange spielte etwa zum Led-Zeppelin-Potpourri des Orchesters die Gitarre. Das Orchester spielte unter anderem auch die „Pirates of the Caribean“ aus dem „Fluch der Karibik“, die Frauen und Männer des MGV sangen beispielsweise „Auf uns“ von Andreas Bourani und „Dynamite“ von Taio Cruz.

Quelle: op-online.de

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