Kooperationsprojekt mit Kindern

Im Arthaus bald die „Nachtküche“ anwerfen

Max Petermann nutzt die Corona-Auszeit im Arthaus, um für die Zeit danach mit vollem Elan und Geld für ein Kooperationsprojekt mit Kindern gerüstet zu sein. Foto: Th. Meier
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Max Petermann nutzt die Corona-Auszeit im Arthaus, um für die Zeit danach mit vollem Elan und Geld für ein Kooperationsprojekt mit Kindern gerüstet zu sein.

Max Petermann ergattert Landesmittel aus Kulturkoffer für ein Projekt mit Kindern.

Altheim – Auch wenn es seit 15. März mucksmäuschenstill geworden ist im und ums Arthaus herum, so köcheln dennoch so mache Kreative ihren Künstler-Brei. Max Petermann beispielsweise hatte nicht nur seine ganz eigene Idee zur Aktion mit Kindern, genannt „. . . in der Nachtküche“, er sicherte sich zwischenzeitlich auch schon Zuschüsse aus dem Landesprogramm Kulturkoffer. Die Gelder sind bewilligt, nun hoffen alle Beteiligten, dass es auch im September losgehen kann mit dem kooperativen Köcheln, das in ein inszeniertes Essen führen soll.

In Zusammenarbeit sind für die „Nachtküche“ das Arthaus mit einigen seiner Gruppen sowie die Altheimer Regenbogenschule, an der Petermann Grundschullehrer ist. „Es soll ein Gesamt-Event werden, das im Arthaus sowie in der Schule präsentiert wird“, verrät Petermann. Gleich vier Atelierbereiche werden in Schule und Kreativhaus für die über viele Wochen angelegte Aktion eingespannt. Da gilt es in der Nachtküche für die Kinder nicht nur zu kochen. Musikalisch und gestalterisch warten einige Aufgaben auf die hoffentlich vielen Köche des Breis, der schließlich in eine Theaterinszenierung mündet, in der sämtliche kleinen Mitstreiter live vor Publikum zubereiten und servieren. Klar, dass da mehrere Gänge vom Feinsten aufgetischt werden.

Max Petermann, Jahrgang 1966, neben Geldbesorger auch Schauspieler, Theaterpädagoge, Regisseur, Grundschullehrer, Vater und Lebenskünstler, hat an der Regenbogenschule als Inszenator zahlreicher Theaterproduktionen einen Namen wie Donnerhall. Eigentlich sollte die „Nachtküche“ Projekt ersten Halbjahres 2020 werden. Doch wegen der Coronapandemie und all ihren Auswirkungen den Kopf in den Sand zu stecken, fiele ihm nie ein. Er möchte größere, Schule und Arthaus umspannende Projekte auf den Weg bringen, zeigen, was man alles auf die Beine stellen kann mit solch einer Kulturstätte.

Köche werden Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahre sein, die in Workshops ihre Parts verinnerlichen. Neben gelernten Köchinnen sind für das Arthaus-Projekt auch eine Theater-, eine Kunst- und eine Musikpädagogin verpflichtet worden.

VON THOMAS MEIER

Quelle: op-online.de

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