Aue-Schule bildet Schiris aus

+
Die Schiedsrichter-Neulinge, die den Lehrgang an der Aueschule absolvierten, mit Lehrer Boris Reisert (stehend oben rechts) und Gruppenliga-Referee Florian Tesch (rechts daneben).

Münster (jd) - Zum zweiten Mal – nach der Premiere im Schuljahr 2011/2012 – hat die Münsterer Schule auf der Aue etwas Wesentliches für den regionalen Fußball getan.

Unter der Leitung von Lehrer Boris Reisert, er pfeift in der Regionalliga, und Gruppenliga-Referee Florian Tesch nahmen 24 Schüler der achten, neunten und zehnten Klassen im Rahmen eines Projekts die Chance wahr, den fünftägigen Neulingslehrgang der Kreisschiedsrichter-Vereinigung Dieburg mitzumachen.

Mit einem Erfolg, der nachhaltig dazu beitragen könnte, dass auch in Zukunft Junioren- und Aktivenspiele in der Region mit neutralen Spielleitern – anstelle von Betreuern – besetzt werden könnten: Von allen Teilnehmern legten zehn am Ende auch die Prüfung ab, die freiwilliger Abschluss des Projekts war. Acht von ihnen bestanden sie. Sie sind ab sofort Teil der Dieburger Schiedsrichter und können von nun an zu Pflichtspielen angesetzt werden.

Erfahrene Unparteiische dabei

Neulingen stellt die Vereinigung dabei, so oft es personell leistbar ist, erfahrene Unparteiische zur Seite, die sie zu den ersten Einsätzen begleiten und die Spielleitungen in der Pause und nach dem Spiel gemeinsam mit den jungen Schiedsrichtern analysieren. Die Schiedsrichter, die Mitglied eines Vereins sein müssen, in dem auch Fußball gespielt wird, erhalten für jeden Einsatz Spesen, die bei Juniorenspielen bei zehn Euro beginnen (zum Beispiel für ein D-Junioren-Spiel), bei Aktivenspielen bei 20 Euro (zum Beispiel für eine Partie der Kreisliga C). Hinzu kommen 30 Cent Spritgeld pro gefahrenem Kilometer.

Die Männer in Schwarz erhalten außerdem einen offiziellen Schiedsrichterausweis, der zum freien Eintritt in alle deutschen Stadien berechtigt – auch bei eigentlich ausverkauften Spielen wird für die Unparteiischen ein eigenes Kontingent bereitgehalten.

Ausweis wird jeden Sommer verlängert

Damit der Ausweis jeden Sommer verlängert wird, muss ein Schiedsrichter eine Mindestanzahl an Spielen pfeifen, eine Mindestanzahl an Besuchen auf den Schiedsrichtersitzungen vorweisen und im Frühjahr an der Kreisleistungsprüfung teilnehmen. Für den Aufstieg in höhere Klassen empfehlen sich Schiedsrichter wie Mannschaften durch gute Leistungen auf dem Platz, die Schiedsrichterbeobachter aus anderen Vereinigungen nach bestimmten Kriterien bewerten.

Früh in höheren Ligen dabei sein können auch junge Schiedsrichter schon, wenn sie bei erfahrenen als Assistenten an der Seitenlinie fungieren.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare