Aueschule

Oscarreifer Auftritt zum Abschied

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Mit einer tropischen Hollywood-Nacht feierten die Abschlussklassen der Aueschule das vorläufige Ende ihrer Schullaufbahn. Einmal wie ein echter Filmstar fühlen: Die Abschlussklassen der Aueschule bei ihrer „VIP-Hollywood-Abgänger-Night“.  

Münster - Wie echte Stars fühlten sich am Samstagabend die 207 Schulabgänger der Münsterer Aueschule. Die Haupt- und Realschulabsolventen der 9. und 10. Klassen sowie die Schulwechsler der gymnasialen 9. Klassen feierten in der Gersprenzhalle gemeinsam ihre „VIP-Hollywood-Abgänger-Night“.

Vier Stunden lang boten die Klassen den rund 500 Gästen ein kurzweiliges Programm, bei dem neben Foto- und Filmvorführungen, Gesangseinlagen und Lehrer-Quiz-Shows eine gelungene Schülerrede für gute Unterhaltung sorgte. Teils stilecht in Stretch-Limousinen vorgefahren, erschienen die jungen Damen in schicken Kleidern, mit aufwändigen Frisuren und den obligatorischen High Heels auf dem roten Teppich, während sich ihre männlichen Mitschüler mit Anzug, Hemd und Krawatte von ihrer besten Seite zeigten.

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Nach Grußworten der Schulleiterin Sabine Behling-Schmidt, des Bürgermeisters Walter Blank, der Elternvertreterin Ulrike Besken und der Schulsprecherin Zehra Cetin übernahmen die Moderatoren des Abends, Lynnet Teichmann (9Gc) und Jakob Wittenberger (9Rc), die Mikrofone. Die beiden führten souverän und humorvoll durch das Programm – ihnen merkte man keinerlei Nervosität an.

Nach einer Aufführung der Tanzschule Wehrle lud die Klasse 9Gc zu einem Quiz Lehrer gegen Schüler ein. Die 10Rc sang danach ein eigens für die Feier einstudiertes Lied und sagte musikalisch „Au revoir“ zu ihrer Klassenlehrerin Susanne Staff und der Aueschule. Die 9Gb zeigte in einem Film die klassischen Schülertypen – vom allseits bekannten Zuspätkommer bis zum Unterrichtsesser war alles dabei. Schülerin Celina Makosch hielt eine bewegende, rhetorisch ausgefeilte Rede, in der sie über ihre bisherige Schulzeit sinnierte und bewies, was sie im Deutschunterricht zuvor gelernt hatte.

Bilder der Abschlussfeier

Abschlussfeier der Schule auf der Aue

Dort ging es nämlich in den vergangenen Wochen bei Lehrer Christian Weinrich um Analysen und das Schreiben von Reden. Nach einem Auftritt der Schülerband, die mit ihrem Lehrer Peter Lehmler drei Songs eingeübt hatte, zeigte die 10H von Nadine Peter Bilder der gemeinsamen Abschlussfahrt. Die Lehrer Peter Kahnt und Hein Krott mussten sich danach einem Quiz-Duell stellen, das sich die 9Hb ausgedacht hatte. Die 10Rb von Lehrer Michael Scherer unterlegte ihre Diashow mit Musik.

Ihren musikalischen Höhepunkt erreichte die Feier beim gemeinsamen Auftritt der Lehrer der Abschlussklassen. Angeführt von Sabine Fengel, die traditionell auf den Abschlussfeiern singt, betraten die Lehrer Weinrich (Schlagzeug), Scherer, Lehmler (beide Gitarre) sowie die Sänger-Combo Susanne Staff, Markus Stellfeldt, Nadine Peter, Birgit Berner, Peter Kahnt und Hein Krott, die Bühne. In Anlehnung an den Klassiker „Hallelujah“ von Leonard Cohen dichteten die Lehrer den Text auf ihre Abgängerklassen um: „Es ist schon hart, jetzt ist es rum – die Kinder sind net mehr ganz so dumm – Mir hawwe den Abschluss – Glory Hallelujah“. Das Publikum reagierte begeistert und sang das „Hallelujah“ im Chor mit.

„One Moment“ im Hany-Display

Im Anschluss sang Mathe- und Geschichtslehrerin Fengel Rockklassiker wie „Born to be Wild“ oder Whitney Houstons „One Moment in Time“ – die Schüler waren aus dem Häuschen und hielten ihre erleuchteten Handy-Displays in die Höhe. Die Gymnasiasten der 9Ga luden im Anschluss zu einer Lehrerversion des Kinderquiz-Klassikers „1, 2 oder 3?“ ein: Drei Lehrer-Duos mussten ihre Kenntnisse hinsichtlich der Jugendsprache und Hobbys der jungen Leute beweisen. Die Auelehrer Nadine Peter und Axel Preiss wussten am meisten und erhielten am Ende Pralinen.

Zum Schluss verabschiedeten sich die Klassen 9Ha und 10Ra von ihren Lehrern und ihrer Zeit an der „Aue“ mit einem Film und einer Dia-Show, die jeweils von Musik untermalt wurden. Die vielen fleißigen Eltern, die an den Ständen und Theken Getränke, Gebäck und Pizzen verkauften, bewiesen ein gutes Näschen: Neben Caipirinha gab es auch Obst wie Ananas zu kaufen, was hervorragend zur tropischen Festnacht passte.

Vier Stunden in Hollywood

So kam man sich nicht nur vor wie in Hollywood, sondern konnte sich ebenso vorstellen, gerade in Brasilien zu Gast zu sein. Nach dem vierstündigen Programm verließen die Gäste gut gelaunt die Gersprenzhalle. Und so manche Schülerin dürfte froh gewesen zu sein, endlich die Hochhackigen wieder ausziehen zu dürfen, während die jungen Herren sicher erleichtert ihre Krawattenknoten lockerten.  

(ses)

Quelle: op-online.de

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