Auf alles virtuell geantwortet

Erste Video-Sprechstunde von Münsters Bürgermeister gut besucht

bab200221 Video-Sprechstunde Bürgermeister Joachim Schledt Corona Büro Rathaus
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bab200221 Video-Sprechstunde Bürgermeister Joachim Schledt Corona Büro Rathaus

Was etwas zögerlich und vor allem zunächst sehr leise begann, war letztlich gelungener Auftakt zu einer neuen Art der Bürgernähe: Bürgermeister Joachim Schledt stellte sich einer virtuellen Bürgersprechstunde. Zum Schluss waren es über 70 Teilnehmer, die sich daran beteiligten. Und 67 Kommentare und Beteiligungen am Gespräch liefen rechts des Bildschirms in der Übersichtsleiste von Facebook.

Münster – So viele Bürger kamen selten, wenn überhaupt einmal zu einer physischen Sprechstunde eines Bürgermeisters in Münster. Manch eine Bürgerversammlung hatte da weniger Beteiligte zu verzeichnen. Schon dies ist ein Zeichen, dass der Bürgermeister mit solcher „virenfreien“ Bürgernähe richtig liegt.

29 Personen zeigten sich bereits im Vorfeld der Live-Schalte am Donnerstagsabend interessiert, 19 feste Zusagen hatte die Veranstaltung um 18 Uhr auf dem Schirm, als der „Livetalk“ beginnen sollte. Die erste halbe Minute kam erst einmal nichts, dann sah man den Rathauschef im Sessel hinterm Schreibtisch mit der Maus hantieren, noch etwas unwirsch wohl auf einen für den Betrachter am Heim-PC, Laptop, Tablet oder Handy nicht sichtbaren Monitor blickend. Eine Stimme aus dem Off riss Schledt dann aus dem Brummeln, er blickte in die Kamera, lächelte und begrüßte sein Publikum. Allerdings galt es zunächst für wohl die meisten Zugeschalteten, die Botschaft von den Lippen abzulesen, denn trotz am Heimgerät hochgedrehtem Lautstärkeregler kam die Stimme des Bürgermeisters kaum durch.

Mit diesem kleinen Anfangsmanko ratterten auch schon die ersten Kommentare ein: „Zu Leise!“, „...bitte lauter“ und ähnliche. Der Bürgermeister rückte virtuell noch etwas näher, sprach mit kräftigerer Stimme, und los ging es quer durch die Ortskümmernisse.

Zunächst einmal berichtete der Amtschef von einigen größeren Projekten, die aktuell laufen oder bald beginnen, wobei er zunächst auf die Großbaustelle hinter sich verwies. Und fast hätte man die Bagger am Rathausplatz auch sehen können, wäre die Kamera noch ein Stück höher installiert gewesen. Schledt lud alle Bürger ein, sich die Sanierung des Kanals und des Regenrückhaltebeckens auf dem Rathausplatz anzuschauen: „...das ist wirklich sehenswert.“

Es folgten Nachrichten über die Bibliotheksöffnung in Altheim, den Zustand der Brückensanierungen über die Gersprenz, anstehende Arbeiten auf der Kläranlage, deren Erweiterung und Sanierung sich zum großen Projekt ausweitet, und mehr. Schon zu diesem Zeitpunkt liefen in der Kommentarleiste Bemerkungen und Fragen der Zuschauer herein. Da meinte ein Zuhörer etwa: „“...wird Zeit mit der Kläranlage. Das sind alles top Leute vor Ort“. Ein anderer wollte wissen, „Wie sollen die Unterhaltskosten pro Jahr für das Hallenbad finanziert werden??“, „Gibt es geplante Maßnahmen bzgl. der Kirchstraße in Altheim? Viel Verkehr, sehr eng, wenig Parkplätze?“ ein nächster.

Ob Parksorgen an der Mozartstraße oder die Ausgestaltung der Kirchstraße in Altheim, ob Anzahl der Schlaglöcher nach der Frostperiode oder die Zusendung der Briefwahlunterlagen: Schledt gab sich kundig und auf fast alles auch Antwort. Sogar zu den Schlaglöchern konnte er berichten, selbst über welche in der Bahnhofstraße gestolpert zu sein. Eine komplette Frost-Bilanz stehe indes noch aus.

Genau 40 Minuten und 15 Sekunden währte die erste Bürgermeister-Video-Sprechstunde, die Schledt eigenem Bekunden zufolge viel Spaß bereitet habe. Mit 74 Teilnehmern habe man ein klasse Ergebnis erzielt.

Es wird sicher nicht die letzte Video-Schalte mit dem Gemeindeoberhaupt gewesen sein.

Alle, die nicht live dabei sein konnten, können sich das aufgezeichnete Video unter dem folgenden Link noch einmal als Aufzeichnung bei Facebook ansehen Video-Aufzeichnung auf Facebook ansehen: https://fb.watch/3Kpfh20Xvz/ (Von Thomas Meier)

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