Die Aura eines Engels

Gaby Stegmann stellt erstmals aus

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Pfarrer Bernhard Schüpke eröffnete mit Gaby Stegmann die Ausstellung „Himmelsboten – Seelenbilder: Engel für uns“ in der Aula der Katholischen Pfarrgemeinde St. Michael Münster.

Münster - Die Freude über ihre erste Ausstellung in Münster merkte man ihr an, als sie am Vorabend des Patroziniums der Sankt Michaelskirche in Münster die eintreffenden Gäste begrüßte.

In seiner kurzen Ansprache wies Pfarrer Bernhard Schüpke darauf hin, dass man vor nunmehr zwei Jahren damit begonnen hatte, im Herbst Ausstellungen von Künstlern aus Münster in der Aula des katholischen Pfarrzentrums zu präsentieren und dies auch weiterhin praktizieren möchte.

Nun wurde, passend zum Namensgeber der Kirche, dem Erzengel Michael, Gaby Stegmanns Interpretation des Themas „Engel“, vorgestellt. Die Künstlerin lebt und arbeitet seit einigen Jahren in Münster, ist dort als Gemeindereferentin und Religionspädagogin tätig und beschäftigt sich mit den Kindern im Katholischen Familienzentrum mit dem Thema „Engel“. Ein Ergebnis dieses gemeinsamen Schaffens wurde auch in der Ausstellung gezeigt, denn die Kinder haben mit ihrer Hilfe einen bunten Rahmen gebastelt, der die Aura eines Engels darstellen soll. Vor diesem Rahmen steht ein für Kinder passender Stuhl, auf dem diese dann der Reihe nach Platz genommen haben und sich mit dieser Aura in einem davor platzierten Spiegel betrachten können. Ein durchaus nachvollziehbarer Spaß, denn einige Erwachsene nutzten die Ausstellung, um sich ebenfalls mal schnell vor diesem Spiegel von einer Aura umgeben zu lassen. Nur die Größe, beziehungsweise die Kleinheit des Stuhls war dabei ein wenig hinderlich.

Nicht behindert wurde der Blick der Besucher auf die zahlreichen, teils in kräftig leuchtenden Farben gehaltenen Bilder. Auch waren Bilder mit starken hellen und dunklen Kontrasten zu sehen, ein Hinweis auf die Ambivalenz in unseren Seelen. In einer kleinen Ecke präsentierte Gaby Stegmann eine Sammlung von Büchern aus ihrem heimischen Regal, die sich mit dem Thema „Engel“ befassen.

Neben der Literatur kam bei der Ausstellung auch die Musik nicht zu kurz, denn der katholische Kirchenchor „Cäcilia“ unter der Leitung von Norbert Müller verlieh dem Ganzen einen festlichen Anstrich. Passend zum Abend trug der Chor „Gott hat mir längst einen Engel gesandt“ vor, eine Komposition von Thomas Gabriel aus dem Musical „Daniel“ von 1996. Der Text stammt aus der Feder von Eugen Eckert.

Die Künstlerin erläuterte den Besuchern ihr persönliches Verständnis und Verhältnis zu den Gottesboten, von der Schönheit der Schöpfung, ohne dabei ins Esoterische abzugleiten. Sie möchte mit den ausgestellten Bildern ihrer Glaubenserfahrung Ausdruck verleihen. Verstärkt wurde die Vorstellung von den himmlischen Mächten nicht nur von den vorgetragenen Worten, von den gesehenen Bildnissen sondern auch durch das Lied zum Psalm 91 (Denn Er hat seinen Engeln befohlen; Felix Mendelssohn Bartholdy). Stegmanns Frage, wie sich der Unterschied zwischen Menschen und Engeln zeigt, beantwortete sie selbst: das Meiste eines Engels ist im Inneren. (zpp)

Quelle: op-online.de

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