Bauhofleiter treffen sich in Münster

Winterdienst ist ein heißes Eisen

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Richard Ries, Münsters Bauhofleiter (3. von links), zeigt seinen Kollegen die Feuchtsalzanlage.

Münster - Aus dem ganzen Umkreis sind jetzt die Bauhofleiter in Münster zusammengekommen, um gemeinsam über Themen zu sprechen, die immer wieder in der Praxis der Teams aufkommen.

Nicht nur Abgesandte aus in der Nähe liegenden Kommunen wie Eppertshausen, Dieburg, Messel oder Babenhausen nahmen teil, selbst aus Michelstadt und Erbach waren Bauhofleiter angereist, um den informativen Austausch nicht zu verpassen.

„Für uns ist diese Runde, zu der wir vierteljährlich zusammen kommen, von großer Bedeutung, denn hier können wir Erfahrungen miteinander austauschen, von denen alle profitieren sollten. So muss nicht jeder das Rad neu erfinden“, erläutert der Münsterer Gastgeber Richard Ries, der kurz vor seinem Ruhestand nun zum letzten Mal mit von der Partie ist. Sein Kollege Richard Blank aus Reinheim schmunzelt: „Wir treffen uns schon seit dem Jahr 2001 und betreiben damit interkommunale Zusammenarbeit schon lange bevor die Politik auf das Thema aufmerksam wurde.“

Ganz unbürokratisch helfen sich die Kommunen seitdem gegenseitig aus: Seien es Maschinen, Baustellenabsperrungen oder Schilder für Feste, in vielen Bereichen findet ein reger Austausch statt, was immer wieder die Kosten für Anschaffungen reduziert und viel Zeit spart.

Praxis und Theorie

Neben der Praxis wird auch die Gesetzeskunde nicht vernachlässigt, so wird diskutiert, was die eine oder andere Verordnung für die Bauhöfe bedeutet und wie sie umgesetzt werden sollte. Wer sich schon in die Materie eingelesen hat, teilt seine Erkenntnisse den Kollegen gerne mit. „Wir bieten beispielsweise schon seit vielen Jahren einen Gefahrgutlehrgang an, der von Teilnehmern aus anderen Kommunen genutzt wird“, erläutert Herbert Müller aus Eppertshausen.

Bei dem Treffen in Münster konnte die Gersprenzgemeinde einmal mehr als Vorbild gelten und zeigen, was sie hat. „Münster hat ja schon mit dem Asphaltreparaturzug, der gemeinsam mit Dieburg angeschafft wurde, als Beispiel gedient. Damals haben sich Roßdorf, Ober-Ramstadt und Reinheim die Gegebenheiten angeschaut und sich dann ebenfalls für eine gemeinsame Anschaffung entschieden. Jetzt stand unsere Feuchtsalzanlage im Fokus“, freut sich Bürgermeister Walter Blank über diese lohnende Investitionen in die Zukunft.

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So schaute sich die gesamte Bauhofleiterrunde dann auch die Spezialanlage an, die den Einsatz von Streusalz reduziert, dabei die Sicherheit auf den Straßen durch die verbesserte Qualität erhöht und auf Dauer sogar Geld spart. „Alles in allem führen unsere Treffen zu mehr Effektivität und fördern die Zusammenarbeit zwischen den Kommunen als Ganzes“, fasst Ries zusammen. 

tm

Quelle: op-online.de

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