Ein Ort der Begegnung

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Vorbei mit der winterlichen Pracht: Vor herbstlichem Grau zeigt sich die katholische Kirche gestern Nachmittag.

Münster ‐ Zwei Jahre sind vergangen, seit die Münsterer Katholiken ihren Pfarrgemeinderat neu wählten. Bei einer vierjährigen Amtsperiode des katholischen Laiengremiums bedeutet dies Halbzeit: Zeit für eine Zwischenbilanz. Von Jenny Westphal

„Wir haben vieles weitergeführt, einiges neu angestoßen und etliches auf den Weg gebracht“, zeigt sich die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Margarete Elster zufrieden. Zum Beispiel die Michaelsprozession anlässlich des Patronatsfestes am 29. September. Auch die Öffnung des Gotteshauses am Kirchweihsonntag und die damit verbundene Möglichkeit der meditativen Stille geht auf die Initiative des derzeitigen Pfarrgemeinderates zurück. Übernommen und weitergeführt wurden die speziellen Angebote in der „geprägten Zeit“ zwischen Aschermittwoch und Fronleichnam. Auch die Idee, das Kirchenjahr unter ein bestimmtes Leitthema zu stellen, wurde aufgegriffen und beibehalten. Das neue Kirchenjahr wird unter dem Thema „Du hat uns Herr gerufen“ stehen.

Gute Arbeit leisteten die Ausschüsse. Die Erwachsenenbildung setzte Akzente, lobt Elster. Der Liturgiekreis leistete wichtige Arbeit im Rahmen der katholischen Seelsorgarbeit. „Dies alles konnten wir aber nur leisten, weil wir zum einen ein gutes Verhältnis untereinander pflegen und zum anderen die Zusammenarbeit mit Pfarrer Schüpke, Kaplan Weiß und Gemeindereferentin Schindler-Christe gut und fruchtbar ist“, schloss Margarete Elster ihre Halbzeitbilanz.

Pfarrer Bernhard Schüpke überbrachte dem Pfarrgemeinderat noch eine Hiobsbotschaft zum Jahresende: Die für die Renovierung des Pfarrzentrums bereit gestellten Mittel werden nicht reichen. Die Gemeinde muss neue Wege finden. „Dass dabei alles auf dem Prüfstand stehen wird, versteht sich fast von selbst“, erklärt Elster. Der Pfarrgemeinderat sagte Schüpke seine Unterstützung zu, um berechtigte Wünsche und bezahlbare Lösungen in Einklang zu bringen.

Pläne für die Zukunft schmiedet das Gremium bereits. Eine Chance, den ökumenischen Gedanken und die Zusammenarbeit im Pfarreien-Verbund der Öffentlichkeit näher zubringen, biete nach Meinung der katholischen und evangelischen Gremien die im Mai stattfindende Gewerbemeile. „Wir wollen in Höhe des Feldkreuzes einen Ort der Begegnung errichten“, sagt Margarete Elster. Der Pfarreien-Verbund mit Eppertshausen und den drei evangelischen Gemeinden in Münster, Altheim und Eppertshausen arbeitet bereits an einer praktischen Umsetzung ihrer Idee.

Quelle: op-online.de

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