Sechs engagierter Mütter

Begehrte Tische bei Basar des Altheimer Kindergartens

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Heiß her ging es an den Wühltischen des Kindergarten-Basars in Altheim.

Altheim - Während draußen der Schnee eiskalt um die Altheimer Sport- und Kulturhalle wehte, ging es innen heiß her: Beim Kinderkleiderbasar des Evangelischen Kindergartens Altheim am Samstagvormittag wurde so manche hitzige Preisdebatte geführt. Von Ellen Jöckel

Auf 51 gut gefüllten Tischen stapelten sich Kinderkleider in allen Größen, Farben und Stoffen. Auch das große rote Feuerwehrauto und ein rosa Plüscheinhorn gingen zum Schnäppchenpreis über den Ladentisch.

„Heute flutsch es“, war da von einer Verkäuferin zu vernehmen, während sich unzählige Besucher durch die Halle drängten. Und wer die Taschen dick gefüllt hatte, konnte sich in der Cafeteria an leckerem selbstgebackenen Kuchen laben.

„Heute flutsch es“,

Der reibungslose Ablauf des Basarvormittags ist in erster Linie dem sechsköpfigen Team aus engagierten Müttern des Altheimer Kindergartens zu verdanken. Bereits vor acht Wochen habe das Basarteam mit den Vorbereitungen begonnen, berichten die Hauptorganisatorinnen Petra Quäling und Martina Leyh.

Es müssten Pressemitteilungen geschrieben, Plakate geklebt und Dienste für Küche, Cafeteria, Auf- und Abbau verteilt werden. Zudem obliegt es dem Organisationsteam, sich im Vorfeld um die Tischverteilung zu kümmern. „Bereits nach wenigen Tagen waren alle Tische vergeben“, erzählt Petra Quäling „Wir hätten leicht noch weitere 20 Tische verteilen können.“ Doch mehr als 51 gehen nicht. Das sei in den Sicherheitsbestimmungen so vorgeschrieben.

Sieben Euro Tischgebühr und eine Kuchenspende

Auch beim Aufbau ist immer jemand vom Basarteam mit dem Metermaß vor Ort, um die Abstände der Tische genau zu kontrollieren, die für den Brandschutz vorgeschrieben sind. Wer einen Tisch ergattert hat, zahlt sieben Euro Tischgebühr und spendet einen Kuchen für die Cafeteria.

Die Verteilung der Dienste, die den Basar überhaupt ermöglichen, ist sicherlich eine undankbare, aber zwingend notwendige Aufgabe für die sechs Basar-Frauen. „Zum ersten Mal haben wir die Liste, die wir einige Wochen vor dem Basar im Kindergarten aufhängen, komplett voll bekommen“, äußert sich Petra Quäling begeistert. „Wir haben sehr engagierte Eltern. Ich kann mich nicht beschweren“, fügt sie hinzu.

Für den Kindergarten zahlt sich der Einsatz aus

Dass dies auch der Verdienst des Basarteams war, wird nach den Ausführungen ihre Kollegin Martina Leyh deutlich: „Beim Herbstbasar hatten wir keine Leute für den Abbau. Da musste das Team alleine die schweren Tische abbauen und wegstellen.“ Daraufhin sei bei einem Elternabend und über einen Brief ein deutlicher Appell zur Beteiligung an die Eltern erfolgt. „Wir haben den Eltern klar gemacht, dass der Basar zu scheitern droht, wenn wir nicht mehr Engagement von den anderen erwarten können. „Das hat gefruchtet“, fasst Martina Leyh zusammen. Sogar die Alten Herren von der Fußballabteilung des TSV Altheim hätten dieses Mal beim Aufbau geholfen. „Das hat uns sehr gefreut“, bemerkt Leyh.

Für den Kindergarten zahlt sich der Einsatz aus: Von dem Erlös, nach Abzug der Kosten wie zum Beispiel der Hallenmiete, werden Materialien oder Veranstaltungen bezahlt. So wurde von den Einnahmen aus dem Herbstbasar die Hälfte des Teilnehmerbeitrags eines Sicherheitstrainings für Kinder bezahlt (wir berichteten).

Quelle: op-online.de

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