Begeistert durch Feld und Flur

+
Förster Sturm erklärt den Kindern alles über das Leben der Tiere.

Münster ‐ Viele Mütter und Väter haben so manches Mal Probleme damit, ihre Kinder zu einem kleinen Spaziergang durch den Wald zu bewegen. Aber diesmal war alles anders. Von Jasmin Frank

Wer dieser Tage in der Nähe des Münsterer Freizeitgeländes unterwegs war, konnte staunend feststellen, dass hier gleich knapp 30 Jungen und Mädchen über zwei Stunden lang begeistert durch Feld und Flur stapften.

„Ich wandere eigentlich nicht so gerne“, gibt der elfjährige Eric zu und meint: „Aber mit Stationen so wie hier, und jemandem, der dabei ist und alles so schön erklärt, macht es mir viel Spaß.“ Die anderen Kinder können ihm nur zustimmen, waren doch einige von ihnen zunächst skeptisch gewesen, als es im Programm der Ferienbetreuung hieß, „Waldexkursion mit dem Förster“.

Kinder für die Natur begeistern

Das Spannendste an der Wanderung ist der Rucksack des Försters, in dem die Kinder an jeder Station stöbern dürfen. „Ich bin ja regelmäßig mit Schulklassen unterwegs und deshalb weiß ich, wie man die Kinder begeistern kann. Ich will ihr Herz berühren und ihnen so die Verbindung zwischen Mensch und Natur deutlich machen“, erzählt Peter Sturm, dessen Revier nicht nur Münster, sondern auch Dieburg und Eppertshausen umfasst.

Die Kinder lernen auch die Tiere des Waldes kennen. „Bären gibt es hier nicht“, meint ein Junge und Sturm antwortet gleich: „Natürlich gibt es hier Beeren. Brombeeren, Himbeeren und auch Walderdbeeren. Aber Spaß beiseite. Wir haben tatsächlich Bären in unseren Wäldern, nämlich den Waschbären“, erläutert er schmunzelnd.

So geht es munter durch den Wald, auch die Tarnung der Tiere wird besprochen – von Amphibien, die sich so gut anpassen können, dass man sie gar nicht erst sieht, bis hin zu Insekten, die in grellem Gelb daherkommen. „Tiere, die sich gelb anziehen, sagen damit: Ich bin giftig. Bei manchen trifft das auch zu, andere tun nur so, um Fressfeinde abzuschrecken“, erklärt der Förster.

Quelle: op-online.de

Kommentare