Begeistert von Natur vor der Tür

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Die Teilnehmer des Grenzgangs hörten interessiert den Ausführungen über das Naturschutzgebiet bei Altheim zu.

Altheim - Etwa 200 Personen waren zusammengekommen, um bei schönstem Feiertagswetter am alljährlichen Grenzgang der Gemeinde Münster teilzunehmen. Dieses Mal führte die Wanderung rund um Altheim. Von Jasmin Frank

Richard Ries, Leiter des Münsterer Bauhofs, erläuterte hierzu: „Wir wechseln immer zwischen Münster und Altheim ab. Vor zwei Jahren waren wir also auch hier, damals sind wir den neuen Weg an der Bahn entlang gegangen und mit dem Förster durch den Dieburger Forst gestreift. In diesem Jahr haben wir uns für das Naturschutzgebiet ,Auf dem Sand‘ entschieden. “.

Ries hatte den Grenzgang gemeinsam mit Simone Schwarzer und Simone Bohländer von der Gemeindeverwaltung organisiert und war sichtlich begeistert von dem, was er den Mitwanderern zeigen konnte. „Hier sehen wir schon das erste Storchennest, das wie sein Pendant am Klärwerk auch bewohnt ist. Dort drüben ist eine Streuobstwiese, die vor allen Dingen im Frühling wunderbar anzuschauen ist, wenn sie in voller Blüte steht“, schwärmte der Münsterer und zeigte auf viele Naturschönheiten am Wegesrand.

Während Bürgermeister Walter Blank sich aus gesundheitlichen Gründen auf die Begrüßung der Gäste und das sich an den Grenzgang anschließende gemeinsame Mittagessen beschränken musste, begleitete Günter Willmann, Vorsitzender der Gemeindevertretung, die Gruppe. „Mir ist es wichtig, dass die Menschen mehr über ihren Ort erfahren und auch einmal an Stellen kommen, an denen sie noch nicht gewesen sind. Zudem nutzen viele Bürger die Gelegenheit zum zwanglosen Austausch über alle möglichen Themen rund um das Gemeindeleben“, informierte er die Teilnehmer.

Etwa zwei Stunden lang dauerte der gemütliche Rundgang durch Feld und Flur, der durch einen kurzen informativen Vortrag von Hans Ulrich von der Nabu-Ortsgruppe Münster unterbrochen wurde. Gemeinsam mit der Gemeinde und den Landwirten sorgen die Naturschützer maßgeblich für den Erhalt des Geländes, der durch seinen hohen Sandanteil einen Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten bietet.

„Wir haben an dieser Stelle Insektenhotels für Solitärbienen und Schlupfwespen aufgestellt, um zu zeigen, wie einfach es ist, diesen Tieren ein zuhause zu gestalten. Dazu braucht es nur einige leere Holunderstängel und schon können Interessenten die Insekten auch in ihrem Garten beherbergen“, regte Ulrich an und fügte gleich schmunzelnd hinzu: „Schlupfwespen sind nicht die Störenfriede, die einem das Marmeladenbrot streitig machen wollen, sie sind harmlos und stechen nicht.“

Die Teilnehmer waren sehr an den Ausführungen interessiert und schauten sich die Nisthilfen genau an. Im Anschluss wurde noch ein Stück Wegstrecke zurückgelegt, bevor die Teilnehmer sich bei einer längeren Pause mit Getränken erfrischen konnten. Zurück in Altheim wartete auf die Grenzgänger in der Sport- und Kulturhalle ein deftiger Eintopf.

Die „Mitläufer“ waren zufrieden mit dem gebotenen Erkundungsgang. So meinte Irene Stiller: „Ich nehme regelmäßig an den Grenzgängen der Gemeinde Münster teil und freue mich immer darüber, auch mal Ecken zu sehen, die ich bis dahin noch nicht kannte. Gerade die Informationen rund um das Naturschutzgebiet sind interessant, denn als Laie kennt man sich dabei nicht so gut aus und kommt ja auch nicht überall hin.“

Der nächste Grenzgang findet turnusgemäß wieder in Münster statt, die Strecke steht jedoch noch nicht fest.

Quelle: op-online.de

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