320.000 Liter und 194 Sitzplätze

Beim Neubürger-Empfang gibt’s auch ein Quiz zur Gemeinde

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Rund 100 Neubürger kamen zum Empfang ins Foyer der Kulturhalle.

Münster – Mehr als 14.000 Menschen wohnen in Münster, Altheim und Breitefeld, dies bei einer jährlichen Fluktuation von rund 1500 Zuzügen und rund 1200 Wegzügen im Jahr 2018. Geburten gibt es pro Jahr im Durchschnitt der letzten Jahre 126. Von Jens Dörr

Unter dem Strich wächst die Gemeinde leicht und sie verzeichnete auch im vergangenen Jahr hunderte Neubürger. Für sie war jener Empfang gedacht, den das Rathaus im Foyer der Kulturhalle veranstaltete.
Neben Vertretern der Gemeinde und aller Parteien nutzten auch Institutionen, Vereine und Verbände wie beispielsweise die Feuerwehr und der VdK die Gelegenheit, Präsenz zu zeigen und direkt den ersten Draht zu den neuen Münsterern zu knüpfen. Zieht man die Ansprechpartner ab, dürften es rund 100 Neubürger, darunter viele Familien mit kleinen Kindern, gewesen sein, die den Weg zum Empfang fanden.

Ihn umrahmte das Mandolinenorchester der Wandergesellschaft Frisch-Auf musikalisch. Den Hauptpart nahm derweil die Willkommensansprache von Bürgermeister Gerald Frank ein, der die Vorzüge Münsters pries, sich vor allem aber immer wieder direkt an die Gäste wandte und betonte: „Wir sehen in Ihnen eine Bereicherung für unsere Gemeinde.“

Er wisse, so der Rathaus-Chef, dass mancher womöglich „nur“ den Weg nach Münster gefunden habe, weil er in Frankfurt arbeite, in der Metropole und im unmittelbaren Speckgürtel das Wohnen für manchen aber kaum noch zu bezahlen sei. Doch schließlich gehöre auch Münster zur Metropolregion, habe zum anderen den Odenwald vor der Haustür, sei verkehrstechnisch gut angebunden und werfe vor allem eine Reihe eigener Stärken in die Waagschale, um als attraktiver Lebensmittelpunkt dienen zu können.

Frank nannte in diesem Zusammenhang das „reiche Kultur- und Veranstaltungsangebot“, die Lage „mittendrin in einer Region voller Arbeitsplätze“, den Ausbau der Kinderbetreuung und den „guten gesellschaftlichen Zusammenhalt“. Den unterstrich später auch ein Münsterer, der massiv vom Sturm Fabienne betroffen war, dann aber große Solidarität und Unterstützung – nicht nur von der Feuerwehr – erfahren hatte.

Bilder: Kerb in Münster

In der optimierungsfähigen ÖPNV-Anbindung und den niedrigen Gewerbesteuer-Einnahmen riss Frank auch zwei weniger zur Selbstbeweihräucherung geeignete Faktoren an. Insgesamt malte er naturgemäß ein sehr positives Bild seiner Gemeinde. Und forderte drei Neubürger zu einem Quiz über ihren Wohnort heraus. Dessen Fragen – ohne vorgegebene Antwortmöglichkeiten – hätten aber selbst langjährigen Münsterern die Schweißperlen auf die Stirn getrieben.

Wer weiß schon, dass das große Becken im Münsterer Hallenbad 320.000 Liter Wasser fasst? Wer das aufgrund der Maße noch schnell errechnet hätte und kein Kinogänger ist, wäre wohl spätestens an der Frage nach der Zahl der Sitzplätze in den „Kaisersaal“-Lichtspielen gescheitert: Es sind exakt 194.

Quelle: op-online.de

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