50-jähriges Bestehen JF Altheim

„Beispielloses Engagement“

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Mentalist Harry Sher hatte sich als Assistentin mit Katrin die Frau des Jugendfeuerwehrwartes Daniel Ganz ausgesucht.  

Altheim - Als eine der ältesten Jugendfeuerwehren beging die Jugendfeuerwehr Altheim mit einem Festakt am Samstagabend in der Kulturhalle in Münster ihr 50-jähriges Jubiläum. Von Ulrike Bernauer

Nicht nur als eine der ältesten, sondern auch „eine der schönsten und besten Jugendfeuerwehren“ bezeichnete Münsters Gemeindebrandinspektor Florian Kisling die junge Wehr.

Landrat Klaus Peter Schellhaas unterstrich die besondere Funktion der Feuerwehren im wirtschaftlich starken Landkreis mit starken, aber auch verantwortungssbewussten Menschen. Viele Bürger engagierten sich im Ehrenamt, dennoch müsse man die Feuerwehr besonders hervorheben. Im Gegensatz zum Ehrenamt im Sport oder in der Kultur, stehe die Feuerwehr ganz im Dienste der Bürger, so mancher Brandschützer setze auch sein Leben aufs Spiel.

Auch Bürgermeister Walter Blank betonte die besondere Aufgabe der Feuerwehr und lobte wiederum ganz besonders die Jugendfeuerwehr. „Ihr beispielloses Engagement kann sich mit ihren zahlreichen Aktivitäten bestens sehen lassen.“ Die Jugendfeuerwehren seien mittlerweile fast zwingende Voraussetzung für die Einsatzabteilungen der Freiwilligen Feuerwehren, da zahlreiche Jugendliche nach dem Erreichen des 17. Lebensjahres zu den Aktiven wechselten. „Ohne die Jugendfeuerwehren wäre der Brandschutz vielerorten nicht mehr gewährleistet.“

„Nicht selbstverständlich“

Manuel Feick, Kreisjugendfeuerwehrwart, lobte den damals mutigen Schritt, eine Jugendfeuerwehr zu gründen. Heute habe fast jede Feuerwehr auch eine Jugendabteilung, vor 50 Jahren sei das aber durchaus nicht selbstverständlich gewesen. Feick stellte aber auch kritische Fragen. „Es geht nicht nur darum, wie wir in 20 Jahren einen Einsatzwagen finanzieren sollen, sondern viel mehr darum, wer dann den Einsatzwagen fahren soll.“

Zum Jubiläumsabend bekam jedes Mitglied der Jugendfeuerwehr ein aktuelles Gruppenfoto. Dem Programm auf der Bühne folgten die Jugendlichen mit viel Spaß.

Feick forderte mehr Unterstützung durch die Politik, die Entscheidungsträger in Städten und Gemeinden. Aber auch im Kreis müssten sich noch mehr hinter die Feuerwehren stellen.

Einen Entscheidungsträger, Bürgermeister Blank, lobten die Feuerwehrverantwortlichen hingegen. Gerade für sein Engagement für die Jugendfeuerwehren Altheim und Münster, bei der er kaum eine Übung oder besondere Veranstaltung versäume, wurde Blank von Feick ausgezeichnet. „Sie sind der erste Bürgermeister im Landkreis, der eine solche Ehrung erhält“, so Feick.

Blasorchester und Mentalist

Besonders geehrt wurde auch Jugendfeuerwehrwart Daniel Ganz, der seit nunmehr 1999 diesen Posten innehat und mit viel Leben füllt. Er sorge nicht nur für die bestmögliche Ausbildung der jungen Feuerwehrleute, sondern sorge auch mit vielen Ausflügen und Freizeiten für ein soziales Miteinander unter den Jugendlichen, die ausgesprochen gerne Mitglied ihrer Feuerwehr seien. Gelobt wurde auch Ganz´ Ehefrau Katrin, die sein vorbildhaftes Engagement überhaupt erst möglich mache.

Die zahlreichen geladenen Gäste konnten neben den Reden auch ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm verfolgen. Das Blasorchester des Vereins sorgte mit seiner Eröffnung für die entsprechende Stimmung und als besonderer Gast war der Mentalist Harry Sher zu sehen. Er verblüffte mit seiner Magie das Publikum. Das Gedankenlesen gehört zu seiner besonderen Begabung.

Für Lacher sorgten die Betreuer der Jugendfeuerwehr. So manches Ereignis aus den letzten 50 Jahren brachten sie auf ausgesprochen witzige Art und Weise auf die Bühne. Einen ganz besonderen Applaus erhielten natürlich auch die, um die es an diesem Abend ging, nämlich die aktiven Jugendlichen in der Jugendfeuerwehr, die sich dem Publikum auf der Bühne präsentierten.

Quelle: op-online.de

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