Benefiz-Festival für Afrika

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Bevor sie nach Ghana gehen, informieren sich Yvonne, Katharina, Lisa und Lena über landestypische Kleidung.

Münster ‐ Zum dritten Mal hatte der Ghana-Hilfe-Verein Nima zu seinem großen Festival in die Kulturhalle eingeladen und der Erfolg war großartig. Von Jasmin Frank

Unzählige Menschen waren am Samstag gekommen, um sich über das Land und das Hilfsprojekt zu informieren und um die vielfältigen Vorführungen zu sehen. „Ich bin jetzt zum zweiten Mal hier und es ist wieder überwältigend. Mich freut es für die Veranstalter sehr, dass ihre Initiative so gut angenommen wird“, erklärte Norbert Schewe vom Gemeindevorstand, der den erkrankten Bürgermeister Walter Blank vertrat.

Ein buntes Programm sorgte vom Nachmittag bis in den späten Abend für Unterhaltung, und es wartete mit einigen Neuheiten auf. So beteiligten sich erstmals die Schule auf der Aue mit einer Tanzvorführung und der Schulchor der John-F.-Kennedy-Schule mit afrikanischen Liedern.

Ein Vorgeschmack auf den schwarzen Kontinent

Informationen zur Initiative:finden Sie auf der nima-Homepage

„Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, die Lieder aus Afrika zu singen, auch wenn es nicht ganz einfach war. Wenn ich groß bin, will ich sowieso mal nach Afrika fahren und mir die Tiere dort ansehen, vor allem die Elefanten“, erzählte die achtjährige Leandra mit leuchtenden Augen. Einen Vorgeschmack auf den schwarzen Kontinent konnten sich das Mädchen und ihre Gesangskolleginnen schon einmal bei den vielen ausgestellten Kunstgegenständen holen, bei denen auch Tierskulpturen nicht fehlten. Eine besondere Attraktion war Holzschnitzer Pape Sidinkoma, der mit einem großen Messer ein Holzstück bearbeitet und seine Kunstfertigkeit vor zahlreichen staunenden Zuschauern unter Beweis stellte, darunter auch Stephanie und Michael Engelstädter, die meinten: „Wir sind hierher gekommen, weil unsere Tochter einen Auftritt hatte und freuen uns, dass wir das hier erleben können. Es wird wirklich sehr viel geboten und wir können ganz tiefe Eindrücke über die Kultur und die Kochkunst des Landes sammeln.“

Zahlreiche Besucher staunten über die Kunstfertigkeit von Holzschnitzer Pape Sidinkoma.

Eine Tanzperformance gab es ebenso zu sehen, wie eine afrikanische Modenschau, zudem konnten auch landestypische Kleider erstanden werden. Beim Verkauf halfen vier junge Mädchen mit, die in einigen Wochen für ein halbes Jahr für Nima nach Ghana gehen werden, um bei den Projekten, einem Waisenhaus, einer Partnerschule und einem Ausbildungsprogramm, mitzuarbeiten. Die Abiturientinnen sind sich einig, dass ein solcher Auslandsaufenthalt sinnvoll ist: „Wir können dort nicht nur anderen helfen, sondern auch selbst ganz neue Erfahrungen machen. Eine andere Kultur kennen zu lernen und mal weg zu sein von dem immer gleichen Konsumrausch in unserer Gesellschaft ist sicher ein interessantes Erlebnis.“

Neue Praktikanten für das nächste Jahr gesucht

Nicht nur die Mädchen, auch die anderen Besucher waren deshalb gespannt auf den Dia-Vortrag von Niva Ehrlich und Luisa Sommer, die gerade von ihrem Einsatz in Ghana zurück gekommen sind und über ihre Arbeit vor Ort berichteten. Für das nächste Jahr werden dann wieder neue Praktikanten gesucht, die Lust darauf haben, in Ghana mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten. Im Anschluss konnte auf einer original Afro-Reggae-Party getanzt und bei fruchtigen Cocktails bis spät in den Abend gefeiert werden.

Quelle: op-online.de

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