Berufswunsch stand nach Fahrt im Feuerwehrauto fest

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Großartiges Erlebnis für die kleinen Besucher: 31 Kindergartenkinder aus Altheim besuchten die Freiwillige Feuerwehr in Münster.

Münster ‐ Was ein Feuerwehrmann unbedingt braucht, ist Ruhe und Gelassenheit in brenzligen Situationen. Aber wenn 31 Kindergartenkinder im Aller von vier bis fünf Jahren das Feuerwehrhaus stürmen, alles anschauen und wissen wollte, könnte das selbst einen erfahrenen Brandschützer wie Reiner Bader nervös werden lassen - tut es aber nicht. Von Jasmin Frank

„Mir macht es einfach Spaß, wenn die Kinder hier sind und ich ihnen zeigen kann, was wir so machen. Es ist eine willkommene Abwechslung“, freut sich der Münsterer Brandmeister. Schon den ganzen Vormittag über war er im Altheimer evangelischen Kindergarten zu Gange und setzte die Steppkes mit einem dreistündigen Theorieteil über alle wichtigen Belange rund ums Feuer in Kenntnis. Das war gar nicht langweilig, erzählt Erzieherin Anna Stuckert: „Es war richtig spannend.

Vor allem als jedes Kind ein Streichholz entfachen und damit eine Kerze anzünden konnte, waren selbst die vorwitzigsten Lausbuben voller Respekt dem Feuer gegenüber. Manche haben sogar gezittert.“ Dabei haben die kleinen Altheimer natürlich nicht nur gelernt, wie man Feuer anmacht, sondern auch, wie man es wieder löschen kann. „Mit Wasser“, weiß der kleine Paul und seine Freundin Ann-Kathrin hat sogar geübt, bei der Feuerwehr anzurufen. „Ich musste sagen wer ich bin und was passiert ist. Ich habe gesagt, eine Katze ist auf unserem Baum und kann nicht runter. Da musste ich auch noch sagen, wo ich wohne. Die Feuerwehr rettet nämlich auch Tiere“, informiert die Vierjährige.

Fahrt mit dem Feuerwehrauto

Natürlich haben alle auch schnell gelernt, sich die Telefonnummer der Feuerwehr zu merken: Erst ein Daumen, dann noch ein Daumen, ergibt zwei Daumen, also: 112. Am Nachmittag dieses aufregenden Mittwochs üben die Kindergartenkinder dann auch noch, wie man im Brandfall einen Raum geordnet verlässt, und das sogar mit geschlossenen Augen. „Denn wenn es raucht, sieht man oft gar nichts“, erklärt Bader.

Nachdem diese Aufgabe ohne zu schummeln bravourös gemeistert ist, kommt es zum Höhepunkt des Tages: Eine Fahrt mit dem Feuerwehrauto. Ein paar Kinder schauen noch etwas ängstlich, aber Erzieherin Ulrike Kneisel weiß, dass die Furcht rasch vergeht, wenn es erst einmal losgeht. Und so steigt sie mit den tapfersten Kindern, die sich gleich für die erste Fahrt melden, in das riesige Feuerwehrauto und ab geht es mit Blaulicht und Sirenen und über den großen Parkplatz.

Trotz der rasanten und kurvigen Fahrt steigt nicht nur Brandmeister Bader strahlend aus seinem Vehikel, auch die Kinderaugen leuchten und alle wollen gleich noch einmal starten. „Es war ganz toll und ganz schnell. Fast wäre ich einmal umgefallen. Jetzt will ich erst recht Feuermehrmann werden“, jubelt der sechsjährige Florian. Und mit diesem Berufswunsch steht er nicht alleine da, alle Kinder wollen ausnahmslos einmal zu den Brandschützern, sobald sie endlich groß sind.

Quelle: op-online.de

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