Für bessere Integration

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Endlich wieder im Freien spielen: Doch nicht nur draußen tut sich etwas, wie hier am evangelischen Kindergarten Münster: Der Gemeindevorstand beschloss trotz knapper Haushaltslage, die Sprachförderung an den Münsterer Kindergärten mit insgesamt 6552 Euro zu bezuschussen.

Münster ‐ Trotz Mehrkosten beschließt der Gemeindevorstand, die Unterstützung der Sprachförderung in allen Kindertagesstätten in Münster und Altheim zu gewährleisten. Von Thomas Meier

Bereits seit 2008 wird in allen Kindertagesstätten, auch in den Einrichtungen der konfessionellen Träger, die Sprachförderung im Kindergartenalter in Zusammenarbeit mit der Lernwerkstatt für Sprache und Bildung angeboten. Insgesamt 6552 Euro gewährt die Gemeinde nun für die beiden kommunalen und drei kirchlichen Kita-Einrichtungen.

Die sogenannte „ergänzende Sprachförderung“ unterstützt die geschulten Erzieherinnen der Kindergärten einmal wöchentlich vor Ort. Das Angebotspaket umfasst nicht nur den reinen Sprachförderunterricht für die betroffenen Kinder. Die Mitarbeiter der Lernwerkstatt informieren über ihre notwendige Arbeit auch an Elternabenden und -nachmittagen, sie unterstützen die Zusammenarbeit mit den Teams der Kindertagesstätten und übernehmen die gesamte Koordination der Sprachförderung und die Durchführung von Fortbildungen für die Erzieherinnen und pädagogischen Fachkräfte. Dies alles ist für eine qualitativ hochwertige und nachhaltige Sprachförderung von wesentlicher Bedeutung.

80 Kinder haben an den Förderkursen teilgenommen

Allein im vergangenen Kindergartenjahr haben rund 80 Kinder ohne ausreichende Deutschkenntnisse zur Förderung ihrer Sprachkompetenz an der wöchentlich angebotenen Hilfe teilgenommen. Seit Beginn konnten somit für fast alle teilnehmenden Kinder, die parallel auch weiterführende Vorlaufkurse der Grundschulen besuchten, die sprachlichen Voraussetzungen für eine Einschulung erreicht werden.

„Dieses Ziel soll auch in Zukunft der Maßstab für Münster sein und insbesondere als Unterstützung der Integration von Kindern aus Zuwandererfamilien dienen“, erläutert Bürgermeister Walter Blank dem Gemeindevorstand.

Trotz kurzfristiger Mehrkosten beschloss der Gemeindevorstand in seiner jüngsten Sitzung tiefer in die Haushaltstasche zu greifen, um weiterhin eine zusätzliche Sprachförderung für die Kleinsten zu gewährleisten. Die beiden kommunalen Kindertagesstätten bekommen 1440 Euro für diese Maßnahme, die drei konfessionellen Träger werden mit je 1224 Euro unterstützt, 216 Euro steuern hierzu die Kirchen bei.

„Nicht nur die Landesregierung sieht die Integration zugewanderter Bürger und ihrer Kinder als zentrale politische Aufgabe, auch die Gemeindeverwaltung Münster sieht die Beherrschung der deutschen Sprache als Grundlage für die Zukunft und unabdingbare Voraussetzung für den darauf folgenden Schulerfolg und die damit verbundene Chance zum beruflichen und gesellschaftlichen Erfolg“, heißt es aus Münsters Verwaltung hierzu.

Quelle: op-online.de

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