Biblische Worte als Kunstwerke

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Für Hans-Peter Schmücker ist Religion ein wichtiges Thema.

Münster ‐ Ein Mann, zwei Talente, so könnte man die Fähigkeiten von Hans-Peter Schmücker zusammenfassen. Zum einen ist er als Bankfachwirt begeistert von Zahlen, zum anderen fasziniert ihn die Malerei, in die er sich als Autodidakt vertieft hat. Von Jasmin Frank

Angefangen hatte alles zunächst ganz zufällig. Obwohl in der Schule Kunst schon eines seiner favorisierten Fächer gewesen war, hatte er jahrelang weder Pinsel noch Stift zur Hand genommen. Doch eines Abends, als er von der Arbeit nach Hause kam, lagen auf dem Tisch noch die Farbkästen seiner beiden Töchter. Noch im Anzug griff er zu und begann zu malen. „Es machte mir unglaublich viel Spaß.“

„Dann hat es auch viel Mut erfordert, mit den Bildern in den Fokus der Öffentlichkeit zu treten. Aber danach war ich sehr froh, es getan zu haben, denn einerseits konnte ich die Resonanz anderer Künstler und die durchaus unterschiedlichen Reaktionen der Besucher erleben, andererseits sah ich aber auch die Kunstwerke der Kollegen mit einem ganz neuen Blick“, so der Künstler. Mittlerweile ist er nicht mehr nur in Münster aktiv, sondern nimmt auch rege an den Projekten von KiR teil – Kunst in Rödermark, auch, weil er dort arbeitet.

Doch nicht nur gemeinsame Ausstellungen sind ihm wichtig, seit dem Jahr 2005 präsentiert er seine Kunst ebenso in Einzelschauen. Dabei hat er lange Zeit nach einem Motiv für eine Serie gesucht, bis er schließlich in der Musik fündig wurde:

Kombination von Wort und Kunst

Joseph Haydns „Die letzten sieben Worte Jesu am Kreuz“ inspirierten ihn so, dass er sich entschloss, diese in Bilder umzusetzen.

Gerade die Kombination von Wort und Kunst hat es dem Mann mit dem Hang für Zahlen angetan, deshalb konnte er die Anfragen von Menschen, die seine Bilder bewunderten, gut verstehen: Sie wollten mehr Text zum Bild. Ein Weg dahin, ist das Buch „Mein Gott wird mich retten. Die sieben letzten Worte Jesu am Kreuz“, das er gemeinsam mit seinem Künstlerkollegen von KiR, Thomas Ruhl, verfasst hat.

Doch auch die beliebte Ausstellung, die ab dem 12. November in der Münsterer Pfarrkirche Sankt Michael immer zu den Gottesdienstzeiten gezeigt wird, ist mit Texten versehen, die eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema erlauben. Zudem wird am 18. November um 20 Uhr mit dem studierten Theologen und praktizierenden Altenpfleger Ruhl zu einer Einführung eingeladen, durch die vor allem die Entstehung der letzten Worte Jesu, aber auch deren Aktualität verdeutlicht werden soll. Weitere Informationen zu Hans-Peter Schmücker und seinem Werk sind zu finden auf: http://www.vielfaltspinsel.de.

Lesen Sie die ganze, ausführliche Berichterstattung in der aktuellen Printausgabe der „Offenbach-Post“.

Quelle: op-online.de

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