Bilanz mit Selbstläufern und Sorgenkindern

Altheim - (ale) Mangelndes Interesse an der jährlichen Versammlung beklagen die meisten Vereine, das sei auch beim TSV Altheim nie anders gewesen, schreibt der Verein in einer Pressemitteilung.

Aber dass sich diesmal nur knapp 30 der rund 600 Mitglieder in die Anwesenheitsliste eintrugen, konnte Vereinsvorsitzender Thomas Haus nur mit einem ironischen Dank dafür quittieren, „dass so viele gekommen sind“ – Neuwahlen standen allerdings nicht an.

Es galt, den Vorstand und Kassiererin Claudia Weber zu entlasten, was aufgrund des Berichts der Kassenprüfer auch einstimmig geschah. Außerdem votierte die Versammlung unisono für eine Satzungsänderung zur Ehrenordnung.

Zwiespältig fiel Haus’ Rückblick aus. In Ehrenvorsitzendem Georg Hepp habe man einen unschätzbaren Ratgeber, der zudem in der Vergangenheit des Vereins geforscht und unter anderem ein seit 1910 geführtes Kassenbuch gefunden habe. Der Vorsitzende beklagte aber auch fehlendes Engagement und sprach davon, dass viele Chancen ungenutzt blieben.

Es gibt noch viel zu tun: Vereinsheim und Sportgelände müssen auf Vordermann gebracht, der Biergarten hergerichtet und Garnituren aufgemöbelt werden. Der Vorstand bittet die Mitglieder zum Arbeitseinsatz am Samstag (25.) um 9 Uhr.

Der TSV hat sich in den letzten Jahren geöffnet, macht Angebote wie psychomotorisches Turnen für Kinder oder Rückenkurse – das seien „Selbstläufer“, so Haus, die deshalb funktionierten, „weil Leute da sind, die sich engagieren“. Eine ähnliche Entwicklung erwarte er für die neue Abteilung Kinderbetreuung: Unter dem Dach des TSV werden Grundschulkinder viermal pro Woche nach dem Unterricht betreut. Ein sicherlich nicht alltägliches Angebot für einen Sportverein, das auch mit einem Anerkennungspreis beim Wettbewerb „Sterne des Sports“ honoriert wurde.

Eine positive Entwicklung bescheinigte Haus auch der Abteilung Aikido – dank des Einsatzes von Leiter Arnulf Schmidt. Für das Kinderturnen, das nach dem Weggang einer Übungsleiterin zum Erliegen gekommen war, habe man endlich neue Kräfte gefunden. Nach den Osterferien gehe es wieder los.

Lobende Worte fand der Vereinschef für die Zusammenarbeit mit Kindergarten und Schule. Dies biete beste Möglichkeiten zur Nachwuchsgewinnung. Auf einem guten Weg sei auch die Vereinsgaststätte. Mittlerweile verfüge der Verein auch wieder über eine funktionierende Homepage, „weil plötzlich einer kommt, der anpackt“. Erfreuliches gab es auch von den Fußballern zu berichten, die mit beiden Mannschaften um die Meisterschaft spielen.

Das größte Sorgenkind sei jedoch der Jugendfußball. „Personalmangel vom Jugendleiter bis zu den Trainern“ und fehlendes Engagement der Eltern seien die Gründe, beklagte Haus. Wer sich als Trainer oder Betreuer engagieren möchte, setze sich mit Uwe Beck unter  06071 31459 in Verbindung.

Quelle: op-online.de

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