Billard im Metropolitan

Hat endlich einen neuen Pächter: Das „Metropolitan“ eröffnet in Kürze wieder unter altem Namen, aber mit neuem Konzept. - Foto: Dörr Nikolaos Topalis und Marta Barszcz sind die neuen Pächter im „Metropolitan“. Nach zwei Jahren Leerstand soll an der Darmstädter Straße eine Sportsbar aufgemacht werden.

münster - In Kürze wird Münster wieder ein Stück attraktiver: Nachdem das „Metropolitan“ neben der Apfel-Apotheke in der Darmstädter Straße zwei Jahre lang leer stand, kann dort womöglich noch vor Weihnachten wieder gegessen, getrunken und auch auf sportliche Art und Weise verweilt werden. Von Jens Dörr

Eventuell schon Mitte Dezember feiert eine der größten Gastronomieflächen der Gemeinde ein Comeback. .

Der Name bleibt dabei der alte: „Es wird weiterhin ,Metropolitan’ heißen“, verrät Nikolaos Topalis. Zusammen mit Marta Barszcz – beide sind gastronomieerfahren und leben in Mühlheim bei Offenbach – ist er der neue Pächter für die Fläche des Lokals im Erdgeschoss, das unter der Vorgängerin bis zu 120 Sitzplätze bot. Mit Topalis als Pächter könnten es etwas weniger sein: Einigen Raum werden Tische der etwas anderen Art einnehmen, auf die bloß keine Speisen und Getränke gestellt werden sollten: „Wir richten eine Sportsbar mit Billardtischen ein“, kündigt Topalis an. Derzeit laufen die Umbau- und Renovierungsarbeiten schon auf Hochtouren. Auf deren Zielgerade werde er weitere Details zum Konzept sowie den genauen Eröffnungstermin bekanntgeben.

Damit bewahrheiten sich die Aussagen, die Christa Baumann im Frühherbst getroffen hatte. Baumanns Ehemann ist Eigentümer der Immobilie, die neben dem prägenden Gastronomiebereich aus weiteren Lagerflächen und Büros besteht. „Es bewegt sich etwas, wir sehen dem neuen Jahr positiv entgegen“, sagte Baumann vor wenigen Wochen. Noch schneller als erhofft ging dann die Einigung mit den Verhandlungspartnern Barszcz und Topalis über die Bühne. Die Büro- und Lagerflächen werden derzeit noch nicht genutzt. Auch ihre Vermietung werde aber angestrebt. Früher nutzte der Dreh- und Fräsmaschinen-Hersteller Elima die Räumlichkeiten. Seit rund sechs Jahren gehört die Immobilie den Baumanns, die im Raum Heidelberg leben.

Christa Baumann ist nun froh, einen großen Teil des Objekts wieder an einen aus ihrer Sicht vielversprechenden Gastronomen verpachtet zu haben. Nach ersten Fassadenarbeiten und der Grundreinigung geht es nun nach und nach an die Gestaltung der Küche und des Interieurs. Die letzte Pächterin hatte vor rund zwei Jahren das Haus „fluchtartig“ verlassen, wie Baumann es ausdrückt. Sie betont aber: „Die Frau hat unheimlich viel Engagement gehabt, aber das Lokal war für sie einfach zu groß. Wenn 20 Leute drin sind, wäre das andernorts ein guter Besuch – das ,Metropolitan’ wirkt dann aber ziemlich leer.“

Einerseits habe sie auf einen Pächter mit einer „nicht-alltäglichen gastronomischen Idee“ gewartet, die Topalis ihrer Meinung nach mitbringe. Zum anderen habe es mit der Verpachtung etwas länger gedauert, weil zwar immer wieder Interessenten vorstellig wurden, unter ihnen aber viele nicht für die Aufgabe gewappnet schienen.

„Ohne gastronomischen Hintergrund, Wissen und Kapital können Sie das alles gleich vergessen“, weiß Baumann aus Erfahrung. Bei Marta Barszcz und Nikolaos Topalis scheint nun all das vorhanden – und die Münsterer dürfen sich auf eine Belebung ihrer Freizeit durch das auferstehende „Metropolitan“ freuen.

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare