„Mumbelhütt“ öffnet ab Juli

Bistro im Bürgerpark hat neue Betreiber

Vor dem Start: Peter und Silvia Löbig (Mitte) betreiben ab Juli das Bürgerpark-Bistro. Die Söhne Patrick Löbig (links) und Patrick Murmann (Zweiter von links) wollen im Service helfen. Bürgermeister Joachim Schledt (rechts) begrüßt die neuen Pächter.
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Vor dem Start: Peter und Silvia Löbig (Mitte) betreiben ab Juli das Bürgerpark-Bistro. Die Söhne Patrick Löbig (links) und Patrick Murmann (Zweiter von links) wollen im Service helfen. Bürgermeister Joachim Schledt (rechts) begrüßt die neuen Pächter.

Die Aufwertung des Bürgerparks in Münster geht einen großen Schritt weiter. Nach langer Suche hat die Gemeinde neue Pächter für das Bürgerpark-Bistro gefunden. Im Juli starten Peter und Silvia Löbig mit ihrem Lokal - unter dem hessischen Namen „Mumbelhütt“.

Münster - Den Bürgerpark nahe Goethestraße und SV-Sportplatz haben viele Münster lange als etwas vernachlässigt wahrgenommen. Noch angeleiert von Ex-Bürgermeister Gerald Frank (SPD) und fortgeführt von Amtsnachfolger Joachim Schledt (parteilos), hat die Gemeinde mithilfe von EU-Förderung zuletzt aber kräftig in den 40 Jahre alten Park investiert.

Demnächst erreicht die Aufwertung des anderthalb Hektar großen Areals einen ihrer letzten Meilensteine, vielleicht den wichtigsten: Im Juli starten Peter und Silvia Löbig als neue Pächter des Bürgerpark-Bistros. Das wird dann hessisch-offiziell „Mumbelhütt“ heißen.

Bürgerpark Münster wird Treffpunkt der Generationen

Die Kündigung des vorherigen Betreibers war im Herbst 2020 eine von Schledts ersten Amtshandlungen. Anfang 2021 schrieb die Gemeinde den Betrieb des Objekts im Münsterer „Baumviertel“ neu aus. Das Ehepaar Löbig setzte sich auf Beschluss des Gemeindevorstands unter mehreren Bewerbern durch. Der neue Bürgermeister sieht sie als wichtigen Teil einer Renaissance: „Wir wollen den Bürgerpark wieder zum attraktiven Anziehungspunkt für Münsterer aller Couleur und Generationen machen.“ Vor allem wolle man wieder mehr Kinder, Familien und Senioren anziehen.

Dafür hat die Gemeinde schon viele Hausaufgaben erledigt. Insgesamt 170 000 Euro steckte sie bereits in die Grünanlage. „Förderfuchs“ Frank und die Verwaltung generierten in der vergangenen Amtsperiode davon 95 000 Euro aus dem „Leader“-Programm der Europäischen Union. Die Anschaffungen und Umbauten signalisieren den Aufbruch des Münsterer Bürgerparks zu einer Mehrgenerationen-Anlage: Fitnessgeräte für alle Altersgruppen, der Bouleplatz, zusätzliche Bänke und eine Ladestation für E-Bikes und Smartphones zeugen davon. Das Bistro hat einen Anbau mit Lager und Behinderten-WC bekommen. Davor steht neuerdings ein öffentlicher Bücherschrank mit Gratis-Literatur zum Mitnehmen – oder zum Vor-Ort-„Verzehr“ im Park.

Noch gehen die Handwerker in der „Mumbelhütt“ aus und ein.

Bevor wir gleich zum Verzehr im buchstäblichen Sinne kommen, darf der Minigolf-Platz mit seinen 18 Bahnen nicht unerwähnt bleiben. Ihn werden die Löbigs ebenfalls betreiben – zu jenen großzügigen Öffnungszeiten, mit denen sie im Hochsommer an den Start gehen wollen: täglich von 11 bis 22 Uhr. „Nach und nach soll sich dann ein Ruhetag herauskristallisieren“, sagt Peter Löbig. Im Winter werde man voraussichtlich nur am Wochenende öffnen. Eine konkrete Vereinbarung, wie viele Tage die „Mumbelhütt“ in den verschiedenen Jahreszeiten geöffnet haben muss, haben die Vertragsparteien nicht getroffen. Das Vertragsverhältnis ist unbefristet.

Münster: Vor allem Hessisches auf der Speisekarte

Mit Peter und Silvia Löbig übernehmen in ein paar Wochen (den genauen Starttermin geben Betreiber und Gemeinde noch bekannt) erfahrene Gastronomen. Zwölf Jahre lang, bis Ende 2019, betrieben sie am Bahnhof das „Minsdere Pilsstibbsche“. Zudem zeichneten sie 2019 für die Biergarten-Saison bei der Freien Sportvereinigung verantwortlich. Damals machte sich Silvia Löbig mit ihrer Kochkunst einen Namen. Wie damals soll es auch im neuen Domizil vor allem Hessisches wie Koch- und Handkäs’ sowie Wurstplatten zum „Mumbeln“ geben.

Während die 53-Jährige vor allem in der Küche wirken wird, kümmert sich ihr 63-jähriger Mann um den Ausschank. Im Service – draußen entstehen bis zu 80 Sitzplätze, drinnen 20 – werden zu den Hauptzeiten die Söhne Patrick Löbig und Patrick Murmann helfen. Silvia Löbig freut sich schon auf die Geselligkeit und (gerade nach vielen kontaktarmen Corona-Monaten) den Austausch mit den Gästen. Das „einmal Gastronom, immer Gastronom“ steckt in beiden drin. Obgleich in der „Mumbelhütt“ noch letzte Renovierungen in Küche und Gastraum laufen, läuft schon der Countdown zu ihrem Gastro-Comeback. (Von Jens Dörr)

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