Blumenpatenschaften

Die letzte Rose von Altheim

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Hanne Oswald und Helga Farnung haben Altheim gemeinsam mit fleißigen Helfern zum Blühen gebracht – jetzt wird Unterstützung gesucht.

Altheim (tm) - Voller Elan haben sich Altheimer ein Ziel gesetzt: Der Ortsteil soll mit Hilfe zahlreicher Blumen und Pflanzen aufblühen. Doch wer übernimmt Blumenpatenschaften und finanziert das grüne Projekt?

Voller Elan haben sich einige Altheimer Frauen vor zwei Jahren ein Ziel gesetzt: Der kleine Münsterer Ortsteil soll mit Hilfe zahlreicher Blumen und Pflanzen aufblühen. Und die Idee sollte sogleich auf ganz Münster übergreifen. Doch mittlerweile stockt das Projekt. Helfer und Unterstützer sind gefragt.

„Wenn ich durch Altheim fahre, denke ich mir jedes Mal, dass es noch so viele Ecken gibt, die schöner sein könnten. Als wir unsere Idee hatten, waren es vor allem die leeren oder mit Steinen ausgelegten Blumenbecken, die uns negativ aufgefallen waren“, erinnert sich Hanne Oswald, die gemeinsam mit ihrer Freundin Helga Farnung und anderen fleißigen Helfern den engagierten Schritt wagten: Sie wandten sich an Bürgermeister Walter Blank und trugen ihm ihre Idee zur Verschönerung der Gemeinde vor. „Ich fand das Bürgerengagement der beiden Altheimerinnen sofort gut und wir haben gemeinsam das Motto ,Münster blüht auf!’ gefunden. Die Gemeinde unterstützt die Initiative vor allen Dingen ideell, stellt aber auch die Nutzung des Kopierers und anderer Hilfsmittel zur Verfügung“, erläutert Blank.

Kein Geld angeboten

Aufgrund der finanziellen Lage der Städte und Gemeinden konnte der Rathauschef aber keine Geldmittel anbieten, doch da war schnell Abhilfe geschaffen. „Mein Mann Alfred hatte die Idee, uns an die Münsterer Bürgerstiftung zu wenden, was wir dann auch erfolgreich getan haben: Wir haben 500 Euro erhalten“, freut sich Oswald und Helga Farnung zählt auf, was alles mit dem Geld in Altheim umgesetzt werden konnte: „Vor der Kirche, dem Altheimer Lädchen, dem Bäcker und der Sparkasse wurden Blumentöpfe, -tröge oder -körbe aufgestellt und bepflanzt, so dass unser kleiner Ortsteil bereits an vielen Stellen grünt und blüht.“ Ein besonderer Hingucker sind die Blumenampeln an den drei Ortseingängen, durch die das kleine Örtchen einladend gestaltet wurde. „Doch genau sie sind unsere Sorgenkinder“, bedauert Oswald und erklärt: „Im Sommer müssen alle Bepflanzungen täglich gegossen werden und das wird zumeist von den Geschäften übernommen, vor denen wir die Kübel aufgestellt haben. Aber die Blumenampeln pflegen wir selbst und alle Ortseingänge mit dem Fahrrad anzusteuern und zu gießen, das übersteigt doch unser Zeitbudget. Und wenn wir in Urlaub sind, droht den Blumen die völlige Austrocknung.“

Deshalb suchen die beiden Damen Paten für die Blumenampeln, die zumindest in der Sommerzeit das Gießen übernehmen. Außerdem appellieren sie an alle Hausbesitzer, ihre Gebäude doch nach Hergershäuser Vorbild mit Kletterrosen zu begrünen. „Das macht ganz wenig Arbeit und sieht prima aus“, schwärmt Farnung.

Suche nach Spenden

Doch ein Problem bleibt weiterhin: Die Finanzierung des grünen Projekts, denn alle Kübel müssen saisonal neu bepflanzt werden. „Da kommen einige Kosten auf uns zu, für die wir noch Geldspenden suchen“, erklärt Oswald, und ihre Mitstreiterin hat schon ein ganz konkretes Beispiel: „Wir werden immer wieder von Einwohnern auf verbesserungswürdige Stellen in Altheim hingewiesen, insbesondere auf die Fläche neben dem Friedhof, auf der früher schöne Rosen standen. Sie sind alle im Winter erfroren, nur eine letzte Rose hat standgehalten und blüht nun einsam vor sich hin. Wir würden den Bereich neu anlegen und hätten auch schon eine Gießpatin, es fehlt nur das Geld für den Kauf neuer Rosenstöcke.“

Wer nun mithelfen will, ob finanziell, als Pate für eine Blumenampel oder als Hausbesitzer direkt vor der Haustür, kann sich bei Hanne Oswald (06071 33221) oder Helga Farnung (06071 34858) melden. Darüber hinaus können auch Patenschaften für die Baumscheiben rund um die Straßenbäume und für die Pflanzkübel der Gemeinde über die Gemeindeverwaltung Münster übernommen werden. Ansprechpartnerin dafür ist Tatjana Maier unter 06071 3002313.

Quelle: op-online.de

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