Plan bringt Ordnung ins Breitefeld

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Das Breitefeld soll einmal aus einer ehemaligen Kasernenlandschaft zu einem feinen Gewerbegebiet werden.

Münster (tm) - Ohne große Aussprache und einstimmig verabschiedeten die Gemeindevertreter die „8. Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde Münster“. Eine neue Satzung soll das Breitefeld schon bald als reines Gewerbegebiet ausweisen.

Die verabschiedete Satzung, die noch vom Regierungspräsidium genehmigt werden muss, ist wichtig für die Weiterentwicklung des Areals, das bei den meisten Bürgern noch immer unter „Muna“ abgespeichert ist. Das ehemalige Kasernengelände, ein rund 16,7 Hektar großes Gebiet westlich der Bundesstraße 45, soll städtebaulich Perspektiven bekommen, zudem soll die Ordnung der gewerblichen Flächen eine bessere Darstellung erfahren.

Für die Anlieger und Besitzer des als Gewerbegebiet ausgezeichneten Areals geht es um Planungssicherheit. 23 Firmen sind im Breitefeld verzeichnet, wobei der gesamte Grund und Boden etwa einem Dutzend Besitzer gehört. Nur zwei Grundstücke nennt die Gemeinde noch ihr eigen, davon eines von immerhin 12.000 Quadratmetern Fläche am Rande des Ortsteiles zwischen Kreistierheim und ehemaliger Kaserne gelegen. Ein weiteres, 4000 Quadratmeter großes Areal liegt mitten im Breitefeld.

Ein planerischer Eingriff ins Breitefeld

Ein planerischer Eingriff ins Breitefeld erschien den Kommunalpolitikern nötig, weil sie die geplante Ansiedlung eines Freundehauses verhindern wollten. Schon die Erinnerung an den Sturm des Protestes in Altheim gegen einen Bordellbetrieb ließ das Parlament hier frühzeitig handeln.

Ist das Planwerk bald genehmigt, will die Gemeinde ihre beiden Grundstücke verkaufen. Bürgermeister Blank ist sich sicher, schnell solvente Interessenten dafür zu finden, ist doch die Lage des Gewerbegebietes exzellent: Mitten im Rhein-Main-Gebiet gelegen, abseits von bebauter Lage und mit direktem Anschluss an die ausgebaute B 45 versehen.

Wohnen wird im Breitefeld weiterhin untergeordnet bleiben, im Gewerbegebiet leben nur Eigentümer von Gewerbebetrieben oder etwa Hausmeister. Seit der letzten Änderung des Bebauungplanes ist nun auch das Kreistierheim mit ins Breitefeld einbezogen worden. Und die noch Muna-eigene Kläranlage beinhaltet das Planwerk, doch wird das Breitefeld einmal an die kommunale Kläranlage angeschlossen werden.

Quelle: op-online.de

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