Neue Gastronomie im Bürgerpark

„Offener und ansprechender“

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Mit einer Party wurde die neue Gastronomie Am Bürgerpark eröffnet. Auf Groß und Klein wartete eine Reihe von Unterhaltungsangeboten.

Münster - In den Münsterer Bürgerpark zieht Erlebnisgastronomie ein. Die Zeiten eines Kiosk sollen vorbei sein. Von Michael Just 

Es gibt Begriffe, die mag Waltraud Meinke gar nicht gerne hören. Eines davon ist das Wort „Kiosk“. Jahrelang hieß der kleine Bewirtungsbetrieb im Münsterer Bürgerpark bei vielen schnell und einfach „Kiosk“. Doch das soll nun vorbei sein: Mit der Überschrift „Erlebnisgastronomie“ brechen nicht nur aufgrund des Pächterwechsels neue Zeiten an. Am Samstagnachmittag stieg die offizielle Eröffnungsparty im Herzen der Gemeinde. Hinter der mit Luftballons geschmückten Einfahrt wurde gegrillt, für Kinder wartete ein Bastel- und Spieleangebot und wer Glück hatte, konnte sich über einen Preis bei der Losaktion freuen.

Bereits am 1. April hatte Waltraud Meinke die Geschicke im Bürgerpark, inklusive der dazugehörigen Mini-Golf-Anlage, übernommen. „In den letzten Wochen haben wir umgebaut sowie das Ambiente hergerichtet. Alles ist nun offener und ansprechender“, sagt sie. Dabei deutet sie auf die weißen Stühle, die ihr besonders gut gefallen und die im braunen Holzambiente des Gebäudes einen echten Blickfang darstellen.

Waltraud Meinke, die ursprünglich aus Norddeutschland kommt, ist seit Jahren in der Gastronomie tätig. Vorher führte sie zwei Betriebe in Frankfurt und Worms. Nachdem die Gemeinde mit ihrer Vorgängerin die Zusammenarbeit auflöste, weil sich Klagen über mangelnden Service und Unzuverlässigkeit häuften, will sie nun in Münster etwas aufbauen und vieles anders machen. Auf die Teller kommen künftig kleine Snacks, wie Pommes, Bratwurst, Hacksteak oder auch mal Schnitzel. Die Speisekarte soll überschaubar bleiben, dafür aber bei Qualität und Frische punkten. Die Chili-Wurst erhielt bei der Eröffnungsfeier gleich reichlich Komplimente.

Theater-Workshops und Tanzkurse geplant

Neu ist auch die Café-Bar. Für die besagte Erlebnisgastronomie wollen Ela Fries-Melchers und Bernd Hildebrandt sorgen: Der Regisseur, Schauspieler und Ausbilder möchte Theater-Workshops anbieten und dann einen Krimi aufführen. Ela Fries-Melchers widmet sich ganz speziell dem Biodanza. Bei dieser ganzheitlichen Methode wird in einer Gruppe mittels Musik, Tanz und Begegnung das Wohlbefinden gefördert und über Lebensprozesse reflektiert. Am Samstag gab es dazu den ersten Vorgeschmack.

Durch das geringe Platzangebot ist das Trio mit seinen Plänen im Bürgerpark eingeschränkt, was sich im Herbst aber ändern soll: Dann will Waltraud Meinke im Bahnhof (ehemals „Chanel‘s Shisa-Lounge“) eine Speisegaststätte mit einem eigenen Veranstaltungsbereich eröffnen. Von dieser Küche wird dann auch die „Zweigstelle“ im Bürgerpark profitieren.

Kein Zweifel: Dort liegen für die Zukunft ehrgeizige Pläne in der Schublade. Die Stammgäste des Bürgerparks, die sich hier tagtäglich auf einen Plausch und ein Bierchen treffen, zeigen sich erstmal froh, dass alles wieder in geregelten Bahnen läuft. „Es ist die Natur. Und dass man hier an keiner Durchgangsstraße sitzt“, wird als das größte Gut des Parks samt dem gastronomischen Angebot angeführt.

Quelle: op-online.de

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