Bürgerstiftung sucht weitere Mäzene

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Die „Bürgerstiftung für Münster“ lud alle Vertreter der Vereine und Gruppen ins Rathaus ein, die 2011 Gelder für Projekte von ihr bekamen. Hanne Oswald und Helga Farnung (vorn) vetraten die Initiative „Münster blüht auf“. Dafür hatten die Damen sinnbildlich große Blumen mitgebracht.

Münster (mj) - 3000 Euro beträgt die Gesamtsumme, die die „Bürgerstiftung für Münster“ im Jahr 2011 zur Verfügung stellte. Jetzt lud Vorsitzender Alfred Oswald nochmal alle Begünstigten ins Rathaus ein, um ein abschließendes Fazit zu ziehen.

Der Heimat- und Geschichtsverein, der bekanntermaßen ein liebevoll ausgestattetes Heimatmuseum betreibt, erhielt 1 500 Euro zum Ausbau eines Versammlungsraumes in der Langsmühle. „Die Arbeiten sind schon abgeschlossen und wir nutzen ihn bereits fleißig“, konnte Vorsitzender Kai Herd verkünden.

Des weiteren gingen 1000 Euro an die Pfarrei St. Michael, die von Pfarrer Bernhard Schüpke vertreten wurde. An der Außenseite der Kirche befindet sich eingemauert ein Grabstein aus dem Mittelalter, dessen Sandstein witterungsbedingt saniert werden muss. Der Schutz dieses Zeugnisses aus der ältesten Zeit von Münster ist für uns unterstützungswürdig“, erklärte Oswald. Nach den erforderlichen Arbeiten soll das Relikt einen Platz in der Kirche erhalten.

Initiative „Münster blüht auf“

Schließlich erhielt die Initiative „Münster blüht auf“ ein Betrag von 500 Euro. Sie beruht auf der Idee mehrerer Altheimer Bürgerinnen, die das Erscheinungsbild zunächst der Hauptstraße und der Kirchstraße durch Begrünung verschönern wollen. In diesem Zusammenhang werden bald die Hauseigentümer angesprochen, ob auf ihren Bürgersteig Pflanzen, Blumen und Sträucher kommen können. Die Pflanzkosten werden von der Initiative übernommen, die Pflege soll durch die Hausbewohner erfolgen.

Die Bürgerstiftung für Münster wurde 2008 gegründet. Ihr Ziel ist es, Kunst, Kultur und die Heimatpflege zu unterstützen. Im Stiftungsbeirat sitzen neben der Gemeinde Münster und den lokalen Banken rund 20 Bürger. Das Stiftungskapital hat mittlerweile eine Höhe von über 60.000 Euro erreicht. Mindestens 50.000 Euro sieht der Gesetzgeber als Grundlage für eine Stiftung vor. Dieses Grundkapital bleibt unangetastet, lediglich die Zinsen und weitere Spenden, die nicht für den Kapitalstock ausgewiesen sind, dürfen ausgeschüttet werden. So sind die finanziellen Mittel für die Bürgerstiftung noch begrenzt und man sieht sich in der Aufbauphase.

Notar im Ruhestand

„Für 2012 wünschen wir uns weitere Bürger, die uns entweder finanziell oder mit Rat und Tat zur Seite stehen“, sagt Oswald. Dazu sucht der Notar im Ruhestand neue Fördermöglichkeiten.

Derzeit hat er die lokalen Schulen vor Augen, weshalb er Gespräche mit den Schulleitern anstrebt. Hier könnte die Stiftung bald unterstützend eingreifen. Wie Oswald sagt, wolle man nicht nur neue Projekte fördern, sondern man müsse es auch. Nur so behalte die Stiftung die wichtige Grundlage der Gemeinnützigkeit.

Quelle: op-online.de

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