CDU: „Äußerungen ignoriert“

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Die Union kritisiert die Bürgerinitiative zum Erhalt des Spielplatzes in der Robert-Koch-Straße.

Münster - Zur Debatte um den Spielplatz in der Robert-Koch-Straße, den die Gemeinde zu Bauland machen will, trägt die Münsterer CDU eine weitere Folge bei: „Die Spielplätze in der Robert-Koch-Straße und der Amrumer Straße liegen fußläufig eng beieinander“, schreibt die Union in einer Pressemitteilung. Von Alexander Klug

Dabei ist die Fläche des 2005 eröffneten Spielplatzes in der Amrumer Straße etwa fünf Mal so groß ist wie die des Spielplatzes in der Robert-Koch-Straße. Diese Ausgangslage führte vor Jahren zu ersten Überlegungen zur einer Umnutzung des Spielplatzes in der Robert-Koch-Straße. Das Thema wurde in der CDU-Fraktion seit 2006 immer wieder diskutiert, ohne jedoch in der Öffentlichkeit konkret zu werden.

Als nun im Rahmen der Haushaltsberatungen und dem damit verbundenen Haushaltssicherungskonzept unter anderem der Verkauf des Spielplatzgeländes als Bauland vorgeschlagen wurde, schlossen sich die Mitglieder dieser Empfehlung an – der Parlamentsbeschluss folgte. Der Verkauf des Spielplatzes würde nicht nur Geld für Investitionen bringen, sondern auch zur Einsparung von Unterhaltungskosten in Höhe von jährlich 2 000 Euro führen, schreibt die CDU.

Der Entscheidungsfindung sei ein Abwägungsprozess vorausgegangen: Unter Berücksichtigung der räumlichen Nähe zu weiteren Spielplätzen halte die Union die eingeschlagene Vorgehensweise für vertretbar. Nach dem Beschluss in der Gemeindevertretung gehe es nun um die Vorgaben des zu ändernden Bebauungsplanes – die Beratungen dazu werden jedoch in öffentlichen Sitzungen der Gemeindevertretung und ihrer Ausschüsse stattfinden.

Merkwürdig erscheint uns allerdings, wenn Äußerungen unseres Fraktionsvorsitzenden Matthias Wagner zum Thema von den Sprechern der Bürgerinitiative ganz offensichtlich ignoriert oder aus dem Zusammenhang gerissen werden“, kritisiert die CDU. Etwa Veröffentlichungen in der OFFENBACH-POST, dass die Bebauung mit einem Zehnfamilien-Wohnhaus mit Tiefgarage von der CDU nicht angestrebt werde; ebenso habe er während der Sitzung der Gemeindevertretung als Sprecher der CDU-Fraktion eindeutig dargestellt, dass „nicht und auf gar keinen Fall“ ein Zehnfamilien-Wohnhaus entstehen soll.

Trotz der vorgesehenen Umwandlung des Spielplatzgeländes in Bauplätze sehe die CDU-Fraktion nach wie vor eine gute Versorgung mit Spielflächen als gegeben an; machbare Ergänzungen an geeigneten Stellen werde die CDU auch weiterhin unterstützen.

Quelle: op-online.de

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