Container als Klassenzimmer

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So sehen die „zeitweiligen Unterrichtsräume“ aus, mit denen die Aue-Schüler nach den Herbstferien vorlieb nehmen müssen.

Münster ‐ Gebaut wird derzeit überall, sei es ein Großprojekt wie die Eppertshäuser Bürgerhalle oder aber eine kleinere Maßnahme, wie sie derzeit an der Schule auf der Aue in Münster vonstatten geht. Von Jasmin Frank

„Wir haben momentan ohnehin etwas Platzmangel, weil ja unsere Hauptschüler wieder zurückgekommen sind. Hinzu kommt, dass das Schulgebäude energetisch saniert werden muss, wodurch weitere Räume wegfallen“, so Matthias Beyer von der Schulleitung.

Deshalb werden während der Herbstferien hinter der Gersprenzhalle, an der die Sanierungsarbeiten schon in vollem Umfang laufen, sogenannte „zeitweilige Unterrichtsräume“ aufgestellt. Zwar sind sie ähnlich den Ausweichquartieren, die den Schülern der Eppertshäuser Stephan-Gruber-Schule während der dortigen Renovierung als Behausung dienten, also auch in Containerbauweise, unterscheiden sich aber dennoch in vielerlei Hinsicht von diesen. „Es handelt sich bei ihnen um vollständige komplexe Gebäude, in denen die einzelnen Räume mit Gängen verbunden sind. Die Räume sind großzügig gestaltet und enthalten zum Beispiel auch Verdunkelungseinrichtungen“, so Beyer.

Baubeginn für neues Gebäude im Sommer

Insgesamt sieben Klassen werden zunächst dorthin ausgelagert, wobei man sich bewusst für die Abschlussklassen entschieden hat, da davon ausgegangen wird, dass ältere Kinder problemloser mit einer solchen Veränderung umgehen können, als jüngere. Auch wenn sich das Platzproblem ab dem nächsten Schuljahr leicht entzerren wird, weil der letzte G9-Jahrgang abgeht, wird dennoch ein weiteres Gebäude benötigt. „An sich ist es für Fachräume vorgesehen, aber während der Sanierung werden dann natürlich die Klassen auch für anderen Unterricht dort untergebracht“, so der Pädagoge.

Baubeginn für das neue Gebäude ist im Sommer 2011. Im Sommer 2012 soll das neue Gebäude fertig sein und zum Schuljahr 2012/2013 bezogen werden.

Für die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen am alten Schulhaus, die in den Sommerferien 2012 beginnen, plant der Landkreis ungefähr fünf Jahre ein, denn vermutlich wird nur noch das Skelett des Gebäudes stehen bleiben. Alles andere wird erneuert und dann können auch die Schüler ihre Schule wieder ohne Baulärm, aber in neuem Gewand nutzen.

Quelle: op-online.de

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