Corona-Krise

Münster startet Hilfe beim Einkauf für Risikogruppe

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Helfer besorgen die Einkäufe und stellen sie vor die Haustür. 

Wer zur Coronavirus-Risikogruppe gehört, kann in Münster künftig Hilfe beim Einkaufen in Anspruch nehmen. Die Gemeinde schaltet eine Telefonnummer für Helfer und Hilfesuchende.

Münster – Für Risikogruppen – über 60-Jährige sowie Menschen mit Vorerkrankungen – kann eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus, gegen das es derzeit noch keinen Impfschutz oder wirksame Medikamente gibt, besonders gefährlich sein. „Diese Menschen in Münster wollen wir mit einer zentral organisierten Nachbarschafts- und Einkaufshilfe bestmöglich unterstützen“, erklärt Bürgermeister Gerald Frank. 

Das Angebot der Einkaufshilfe für Lebensmittel und Medikamente gilt auch für Bürger, die aufgrund einer Infektion unter häuslicher Quarantäne stehen. „Ich freue mich über die Solidarität der Bürger, die bereits ihre Hilfe angeboten haben. Das zeigt den großen Zusammenhalt in Münster“, so Frank.

Einkaufshilfe in Münster: Strenge Vorsichtsmaßnahmen

Neben Freiwilligen, die helfen möchten, stellen auch Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung die Erledigungen sicher. Selbstverständlich werden dabei Vorsichtsmaßnahmen eingehalten, um auch die Helfer vor einer Infektion zu schützen, heißt es in der Mitteilung aus dem Rathaus. Und so läuft das Hilfsangebot ab:

  • Betroffene rufen montags bis freitags zwischen 9 und 11 Uhr die Rathaus-Hotline 06071 3002115 an. Dort wird alles Terminliche besprochen.
  • Nach einer Terminvereinbarung stellen die Betroffenen Einkaufstaschen mit (gut leserlichem) Einkaufszettel und Bargeld (in einem Umschlag) vor die Wohnungstür. Es können nur haushaltsübliche Mengen und nur Grundbedarf an Lebensmitteln, Drogerieartikeln oder Medikamenten eingekauft werden.
  • Die Helfer holen das Geld und die Taschen ab, erledigt den Einkauf und stellen nach Rücksprache die Ware sowie den Umschlag mit Restgeld vor die Wohnungstür.

Einkaufshilfe in Münster nur für die Risikogruppe

Das Angebot gilt nur für Personen, die entweder über 60 Jahre sind, die unter Quarantäne stehen, die Vorerkrankungen wie Herzkreislauferkrankung, Diabetes, Erkrankungen des Atmungssystems, Leber-, Nieren- und Krebserkrankungen haben.

„Die Corona-Pandemie stellt uns alle vor große Herausforderungen – gerade in dieser Zeit ist also Solidarität untereinander gefragt“, betont Bürgermeister Frank. „Mit dieser Art der Nachbarschaftshilfe wollen wir besonders schutzbedürftigen Menschen schnelle und unkomplizierte Unterstützung bieten.“

Helfer und Hilfesuchende können sich montags bis freitags von 9 bis 11 Uhr unter 06071 3002115 melden. Auf der Stadt-Webseite gibt es weitere Informationen zur Corona-Pandemie.

Quelle: op-online.de

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