SV Darmstadt 98 gastiert zum dritten Mal

Fußball-Camp am Mäusberg: „Für uns ist das auch Promo“

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Um das DFB-Fußball-Abzeichen zu erlangen, mussten die Teilnehmer des Fußball-Camps auch einen Hindernis-Parcours absolvieren.

Münster - Für die Kinder zählen beim Fußball-Camp vor allem der Spaß am Kicken und das Vermeiden von Ferienlangeweile. Für den SV Münster und den Bundesligisten geht es einerseits um die Außenwirkung. Die Lilien verdienen mit den Camps allerdings auch Geld. Von Jens Dörr 

Ein Gruppenbild mit den Kindern und ihren fünf Trainern, die für den SV Darmstadt 98 tätig sind.

Den Betrag, den die Eltern der diesmal bis zwölfjährigen Teilnehmer (im Vorjahr waren auch 13- und 14-Jährige dabei) für die fünf Tage mit Einheiten am Vor- und Nachmittag, Mittagessen und einigen Zugaben beim Equipment wie Camp-Shirts bezahlt haben, geht zum Großteil an den SV 98. Der stellte diesmal fünf Trainer für die in fünf Gruppen eingeteilten Spieler. Als Campleiter fungierte überdies Stefan Markworth, seines Zeichens Student, aber auch fester Juniorentrainer einer Nachwuchsmannschaft der Darmstädter. Der SVM erhält aus dem Gesamtbetrag einen Obolus pro Tag und Kind fürs Mittagessen, was sich laut Sylvia Tautz vom unterstützenden Jugendförderkreis allerdings nur vernünftig gestalten lasse, weil man mit dem sehr entgegenkommenden Pedros Samsounis von der Münsterer Gaststätte „Zum Goldenen Barren“ zusammenarbeite.

Auf dem Platz haben derweil die Trainer des Camps das Sagen. „Für uns ist das auch eine Promo-Geschichte“, sagt Markworth. Die Darmstädter tragen ihren Verein auch durch die Camps in die Jugend der weiteren Umgebung hinaus, was gerade dann einmal einen Beitrag zur Fanbasis leisten könnte, wenn die Zeiten sportlich mal weniger erfolgreich als mit den zwei Erstliga-Jahren zuletzt und der momentan soliden Rolle in Liga zwei sein sollten. Zugleich schaue man natürlich auch nach außergewöhnlichen Talenten, die man womöglich mal ins Jugendtraining im Nachwuchsleistungs-Zentrum in Kranichstein einlade, so Markworth. Das Scouting sei freilich nur ein Randaspekt.

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Während es für Sylvia Tautz in erster Linie darum gehe, „60 Kindern, darunter etwa drei Viertel aus unserem Verein, eine Woche lang die Möglichkeit zu geben, draußen Sport zu machen, anstatt vor der Playstation zu sitzen“, wollen die Trainer des Camps die Begeisterung am Fußball bei jenen wecken, die keinem Verein angehören, und bei jenen entwickeln, die schon in einem Klub spielen. Am Montag standen zum Auftakt zunächst Dribbling und Ballgewöhnung auf dem Programm, nachmittags vor allem das Passspiel. Für Dienstag und Donnerstag war Stationstraining geplant, am Mittwoch absolvierten die Kinder das DFB-Fußball-Abzeichen.

Natürlich gehört auch ein Turnier zur fußballreichen Woche, die erstmals auf dem neuen Kunstrasen stattfand. Das Naturrasen-Hauptfeld nebenan, das unter anderem das Gruppenliga-Team des SVM in diesem Jahr noch mehrmals benötigt, wurde geschont. Dort drehte vergangene Woche in aller Ruhe der Mähroboter seine Runden.

Quelle: op-online.de

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