Diskothek Tropical: „Peppiger, moderner, sauberer“

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Dass aus der Diskothek „Tropical“in Münster vielleicht mal ein Küchenstudio geworden wäre, wollte das Familien-Trio, Mirko Niebel mit Ehefrau Nadine und Schwägerin Tanja Sahm, vermeiden. Die Renovierungsarbeiten sind ihn vollem Gange, noch in diesem Herbst soll neu eröffnet werden.

Münster - „Wir renovieren!“, steht in Großbuchstaben auf der Homepage der Münsterer Diskothek Tropical und die interessierten Gäste werden stets über den Fortgang der Arbeiten auf dem Laufenden gehalten und zahlreiche Bilder dokumentieren den Renovierungsprozess. Von Jasmin Frank

„Wir haben tonnenweise altes Material und viel Müll entsorgt und dennoch gibt es immer noch jede Menge für uns zu tun“, erzählt Mirko Niebel. Er hat gemeinsam mit seiner Schwägerin Tanja Sahm die Diskothek gepachtet und auch seine Frau Nadine Niebel hilft mit. Die drei sehen sich als Interessengemeinschaft und wollen das Tropical für die zahlreichen Stammgäste aus Münster und der Umgebung erhalten. „Wir haben sehr viel Unterstützung von Freunden, Gästen und dem Personal erhalten und sind jetzt voller Energie. Alles in allem wollen wir das typische Flair dieser Disco erhalten, aber sie soll peppiger, moderner und sauberer werden“, so Niebel.

Er und seine Frau verbinden wie viele andere ihrer Generation zahlreiche gute Erinnerungen an das Haus, haben sich die beiden doch 1998 im Tropical kennen gelernt, was die enge persönliche Bindung an den Ort natürlich verstärkt. „Das Tropical war immer sehr chic und lag musikalisch zwischen Techno und Rock, sodass viele Menschen sich hier wohlgefühlt haben und das soll natürlich auch so bleiben“, meint Nicole Niebel.

Trio hat viel vor

Deshalb hat das Trio auch viel vor: Komasaufen und Ein-Euro-Partys soll es in Münster nicht geben, Eintritt wird erst ab 18 Jahren gewährt. Dafür sind spezielle Veranstaltungen für Altersgruppen über 30 oder über 40 Jahren geplant, auch Mottopartys wie „70er Jahre“, „After Work“ oder aber Live-Konzerte soll es geben. „Unser Plan ist, den Samstag eher in einer gewissen Routine mit ähnlichem Programm ablaufen zu lassen, dafür aber den Freitag für wechselnde Angebote zu nutzen und möglicherweise können wir auch den Donnerstagabend wieder beleben“, plant Niebel.

Doch bevor es soweit ist, muss erst einmal renoviert werden und hier kennt sich Tanja Sahm bestens aus, die schon früher beim Thekenbau und Tapezieren in der Diskothek geholfen hat. „Zunächst geht es natürlich um die Brandschutzauflagen, die erfüllt werden müssen. Dafür sind eine neue Außentreppe, ausreichend Fluchtwege und Arbeiten am Wintergarten und im Eingangsbereich nötig“, informiert die patente Frau und fährt mit ihrer Aufzählung fort: „Zudem werden wir die über 20 Jahre alten Sanitäranlagen renovieren, die Theken neu gestalten und auch der Rest soll aufgepeppt werden.“

Erste Neuerungen sind schon zu sehen

Die drei haben sich viel vorgenommen und erste Neuerungen sind schon zu sehen, nicht nur in der Diskothek selbst, sondern auch davor: Das angrenzende Bistro konnte an eine erfahrene Pächterin vergeben werden und Hakami El-Makthari hat in ihrem „La Petite“ schon erste Konzerte abgehalten.

„Für uns ist das Engagement im Tropical eine Art Freizeitbeschäftigung, denn wir sind alle berufstätig und zwar gerade nicht in dieser Branche, sodass vieles noch Neuland für uns ist. Aber wenn wir es uns nicht zur Aufgabe gemacht hätten, die Disco zu erhalten, wäre nicht klar gewesen, was daraus wird. Am Ende wäre hier, wo wir alle eine so schöne Zeit verbracht haben, ein Küchenstudio entstanden und das wollten wir eben vermeiden“, erläutert Niebel mit Enthusiasmus. Mit viel Tatendrang und Unterstützung von Freunden und Bekannten will das Familien-Trio die Diskothek Tropical noch in diesem Herbst wieder neu eröffnen. Informationen rund um das Geschehen in Münsters großer Disco gibt es auf www.tropical-muenster.de.

Quelle: op-online.de

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