Kita und Seniorenbetreuung geplant

Frankenbachgelände bereit für den Bau

+
Erst seit Kurzem herrscht gähnende Leere auf der riesigen Frankenbach-Fläche, auf der bald die Bagger anrollen sollen.

Münster - Dem Frankenbach-Areal am südwestlichen Ortsrand kommt zur urbanen Entwicklung Münsters große Bedeutung zu. Auf drei Hektar Fläche, dort, wo bis vor Kurzem noch hunderte neuer Autos standen, sollen schon bald Gewerbe, Wohnungen, Kindertagesstätte, Betreutes Wohnen und Alterspflege Einzug halten. Von Thomas Meier 

Im Südwesten Münsters nahe der Dreieichbahn will die Gemeinde den Ort kräftig nach vorn entwickeln. Doch das große Gelände ist in Besitz der Frankenbach GmbH.

Doch was geschieht eigentlich auf dem Gelände, auf das noch immer Neuwagen gebracht und wieder abgeholt werden? Diente das rund 30.000 Quadratmeter große Grundstück einst der Metallverarbeitung, so erwarb es die Frankenbach Automobil Logistik GmbH im Jahr 2002 aus der Insolvenzmasse einer Firma, die auf dem Areal bereits Fahrzeuge lagerte und aufbereitete. „Wir kauften das Gelände und betrieben es weiter“, sagt Geschäftsführer Ernst Frankenbach im Gespräch mit unserer Zeitung. Die Frankenbach Automobil Logistik ist seit 1990 im Auftrag namhafter Autohersteller und großer Fahrzeugvermieter unterwegs. Sie transportiert nicht nur Personankraftwagen und Lkw mit über 140 eigenen Fahrzeugen und eigenem Schiff, sondern bietet dazu auch umfangreiche ergänzende Leistungen für die Neufahrzeugauslieferun oder Gebrauchtwagenaufbereitung.

„Unsere Leistungen umfassen zum Beispiel Entkonservierung und Beschriftung von Neuwagen. Speziell geschulte Mitarbeiter leisten die komplette Aufbereitung von Gebrauchtfahrzeugen inklusive Lack-Ausbesserungen per Smart-Repair, also ohne klassische Lackierarbeiten. Mit umfangreicher Dokumentation und Fotos vor neutralem Hintergrund ist so jedes Gebrauchtfahrzeug optimal für den Wiederverkauf vorbereitet“, erklärt Frankenbach. Doch habe sich „das Geschäft radikal verändert“, die Fläche in Münster erfülle nicht mehr die Anforderungen, die sein Unternehmen mittlerweile stellen müsse, sei auch schlicht zu klein geworden, weshalb man sich schon vor geraumer Zeit entschlossen habe, sich langfristig aus Münster zurückzuziehen.

An fünf Standorten im Rhein-Main-Gebiet verfügt Frankenbach über mehr als 9000 Stellplätze auf 200.000 Quadratmetern Fläche. „Und dort haben wir Gleis- und Wasseranschluss. Mehr als 140 Transporter für Pkw und Lkw sind täglich für unsere Kunden unterwegs. Unser eigenes Binnenschiff verkehrt wöchentlich zwischen Wörth und Rotterdam“, sagt Frankenbach. Ein fehlender Gleisanschluss und Kapazitätsgrenzen in Münster seien ausschlaggebend für die Entscheidung des Abzugs in Richtung Firmenzentrale – sie sitzt in Mainz-Kastel – nach Ginsheim und Biebes-heim gewesen. Die Anfahrtswege der Kunden würden so an die Firmenlogistik angepasst.

„Mit dem Platz in Münster waren wir über all die Jahre zufrieden“, sagt der Geschäftsführer. Und: „Es wird keiner unserer Münsterer Mitarbeiter entlassen.“ Die acht Mitarbeiter, die auf dem großen Gelände beschäftigt sind, gehen an andere Frankenbach-Standorte. Das Gelände gehört freilich noch den Mainzern, und als Besitzer bestimmen sie die Entwicklung mit, um es letztlich an Bauinvestoren zu verkaufen. „Die Planungsvorbereitungen wurden von uns geleistet“, sagt Frankenbach, jetzt warte man auf das Baurecht, um die Parzellen an die künftigen Investoren zu übergeben, die somit baureifes Land erwerben.

Wann es losgeht, kann Noch-Besitzer Frankenbach nicht sagen: „Das liegt nun an den politischen Beschlüssen auf Baurecht der Kommune.“ Man habe allerdings keinen Zeitdruck, sei nicht abhängig von schnellen Beschlüssen: „Wenn es in einem Jahr weiter geht, ist es auch gut.“

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.