DRK-Rettungshundestaffel übt Ernstfall

Vermisstensuche trainiert

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Ausbilder Dieter Zirkelbach und Hundeführerin Diana Prinz üben mit Anka in Münster die Suche nach einer vermissten Person. Hier sind sie an der Ecke der Leibniz- mit der Ruhrstraße auf Spurensuche.

Münster - Die Vermisstenmeldungen im Radio kennt fast jeder: Rentner M. aus dem Seniorenwohnheim XY ist nach einem Spaziergang nicht zurückgekehrt.

Es folgt eine Beschreibung und oft noch der Zusatz, dass er sich womöglich nicht orientieren kann und auf Medikamente angewiesen ist. In solchen Fälle kann auch die DRK-Rettungshundestaffel zum Einsatz kommen.

Zielstrebig folgt Hündin Anka der Duftspur, die sie auf dem Parkplatz vor dem Münsterer Rathaus an der Mozartstraße aufgenommen hat und weist Hundeführerin Diana Prinz und Ausbilder Dieter Zirkelbach den Weg. Sie suchen nach einer vermissten Person.

Zum Glück kein Ernstfall: Der Einsatz der Rettungshundestaffel des Deutschen Roten Kreuzes in der Gersprenzstadt war nur eine Übung. Der Hintergrund solcher Trainingseinheiten ist allerdings ein ernster: Rettungshunde sind bei der Suche nach Vermissten unerlässlich, sei es die Suche nach Überlebenden nach dem Einsturz eines Gebäudes oder das Aufspüren einer Person, die sich verlaufen hat und ohne Hilfe nicht zurückfindet. Auf letztere Einsätze, die sich im Fachjargon „Mantrailing“ nennen, ist Anka geschult.

So weit die Nase reicht: Rettungshunde helfen bei Vermisstensuche

Zum Einsatz kommt die Hündin häufig, wenn zum Beispiel ältere, an Demenz erkrankte Bewohner von Altenheimen nicht mehr von einem Spaziergang zurückkehren. Anka nimmt dann anhand eines persönlichen Gegenstandes, zum Beispiel eines Kleidungsstücks, die Witterung auf und kann den Weg, den die vermisste Person gegangen ist, mit ihrem feinen Geruchssinn nachverfolgen.

28 Einsätze dieser Art gab es im vergangenen Jahr in der Region, erläutert Manfred Koch, Gruppenführer der Mantrailing-Einheit bei der DRK-Rettungshundestaffel. Tiere und Hundeführer müssen regelmäßig an verschiedenen Orten üben, alle anderthalb Jahre ist auch eine Prüfung fällig, damit die Spurensuche im Ernstfall reibungslos klappt. (nkö)

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Quelle: op-online.de

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